Insulinpumpen & Zubehör

Die Insulinpumpentherapie kommt der natürlichen Insulinversorgung bei Menschen ohne Diabetes am nächsten, da eine Insulinpumpe kontinuierliche schnellwirksamen Insulin bereitstellt. Deshalb können Sie mit dieser Therapieform auch ein hohes Maß an Flexibilität im Alltag erreichen. Weiterlesen

Wie kann ich eine Insulinpumpe beziehen?

Sie interessieren sich für die Insulinpumpentherapie und möchten wissen, welche Pumpenmodelle auf dem Markt sind? Sie haben Fragen zum Pumpengenehmigungsverfahren bei der Krankenkasse und möchten wissen, was zu beachten ist? Sie benötigen Hilfe bei der Antragsstellung für die Kostenübernahme einer Insulinpumpentherapie bei den Krankenkassen? Gern stehen wir Ihnen mit unserem Expertenteam für alle Fragen rund um das Thema Insulinpumpentherapie unter unserer gebührenfreien Rufnummer 0800 – 3 42 73 25 oder per Mail zur Verfügung.

Insulinpumpen & Zubehör
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  1. MiniMed 640G
    MiniMed 640G
    0,00 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  2. DANADIABECARE R Insulinpumpe
    DANADIABECARE R Insulinpumpe
    01474651
    4.280,00 €
    inkl. 7 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  3. DANADIABECARE RS Insulinpumpe anthrazit
    DANADIABECARE RS Insulinpumpe anthrazit
    14006271
    4.280,00 €
    inkl. 7 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  4. DANADIABECARE RS Insulinpumpe grün
    DANADIABECARE RS Insulinpumpe grün
    14006271
    4.280,00 €
    inkl. 7 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  5. Accu-Chek Insight Insulinpumpe
    Accu-Chek Insight Insulinpumpe
    0,00 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  6. Insulinpumpe mylife YpsoPump Starter Kit
    Insulinpumpe mylife YpsoPump Starter Kit
    10709509
    3.660,00 €
    inkl. 7 % MwSt.
    Im Anschluss der Genehmigung
  7. OmniPod (II Pod)
    OmniPod (II Pod)
    13748970
    332,00 €
    inkl. 7 % MwSt.
    1-2 Tage
  8. SENIOR BELLY ONE
    SENIOR BELLY ONE
    47,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  9. bre.parat Bauchband mit Sichtfenster grün meliert
    bre.parat Bauchband mit Sichtfenster grün meliert
    ab 33,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  10. bre.parat Sportband mit Sichtfenster Federn
    bre.parat Sportband mit Sichtfenster Federn
    39,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  11. Superline-ST
    Superline-ST
    66,00 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  12. JUNIOR BELLY ONE - Winterwonder polar lilac
    JUNIOR BELLY ONE - Winterwonder polar lilac
    13888955
    43,50 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  13. JUNIOR BELLY ONE Dino & Navy
    JUNIOR BELLY ONE Dino & Navy
    13247653
    79,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  14. Cutimed Protect Spray
    Cutimed Protect Spray
    05749033
    25,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 92,50 €
    3-5 Tage
  15. Leukotape Remover Pflasterlöser
    Leukotape Remover Pflasterlöser
    08630539
    7,95 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 2,27 €
    1-2 Tage
  16. Peha Haft Fixierbinde latexfrei 8 cm
    Peha Haft Fixierbinde latexfrei 8 cm
    2,50 €
    inkl. 19 % MwSt.
    1-2 Tage
  17. Peha Haft Fixierbinde latexfrei 4 cm
    Peha Haft Fixierbinde latexfrei 4 cm
    ab 1,50 €
    inkl. 19 % MwSt.
    1-2 Tage
  18. Skin-Prep Tücher
    Skin-Prep Tücher
    00837318
    39,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  19. Peha Haft Color Fixierbinde latexfrei (blau)
    Peha Haft Color Fixierbinde latexfrei (blau)
    08886523
    10,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  20. Peha Haft Color Fixierbinde latexfrei (rot)
    Peha Haft Color Fixierbinde latexfrei (rot)
    08886500
    11,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  21. Sensi-Care Spray 28 ml
    Sensi-Care Spray 28 ml
    07065534
    9,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 35,36 €
    1-2 Tage
  22. Askina Barriere Film Spray
    Askina Barriere Film Spray
    06905222
    19,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 71,07 €
    3-5 Tage
  23. 3M Cavilon Lolly, 3 ml
    3M Cavilon Lolly, 3 ml
    06916740
    82,30 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  24. Sensi-Care Hautschutz Einmal-Applikatoren Steril
    Sensi-Care Hautschutz Einmal-Applikatoren Steril
    ab 11,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 238,00 €
    3-5 Tage
  25. 3M Cavilon Lolly, 1 ml
    3M Cavilon Lolly, 1 ml
    ab 15,51 €
    inkl. 19 % MwSt.
    Grundpreis pro 100 ml: 310,20 €
    3-5 Tage
  26. bre.parat Bauchgurt mit Schnalle in blau
    bre.parat Bauchgurt mit Schnalle in blau
    13915669
    15,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  27. bre.parat Bauchgurt mit Schnalle in bordeaux
    bre.parat Bauchgurt mit Schnalle in bordeaux
    13915706
    15,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  28. bre.parat Bauchgurt mit Schnalle schwarz
    bre.parat Bauchgurt mit Schnalle schwarz
    15,90 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  29. bre.parat Beinbinde mit Pumpentasche schwarz
    bre.parat Beinbinde mit Pumpentasche schwarz
    31,70 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
  30. bre.parat Beinbinde mit Pumpentasche cremefarben
    bre.parat Beinbinde mit Pumpentasche cremefarben
    12461137
    31,70 €
    inkl. 19 % MwSt.
    3-5 Tage
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Wie funktioniert eine Insulinpumpe?

Das Prinzip der Insulinpumpe ist einfach: Der eingebaute Computer steuert einen kleinen Motor, welcher über eine Gewindestange einen Stopfen nach vorn schiebt. So wird das Insulin aus der Pumpen-Ampulle (Reservoir) entsprechend der programmierten Basalrate und der eingegebenen Bolusmenge (Mahlzeiteninsulin) abgegeben. Anschließend gelangt das Insulin über ein Infusionsset in das subkutane Fettgewebe. Diese Sets, auch Katheter genannt, gibt es als  Stahlkatheter oder Teflonkatheter.

Was ist eine Insulinpumpentherapie?

Zum Verständnis: Der Insulinbedarf Ihres Körpers setzt sich zu etwa gleichen Teilen aus einem mahlzeitenabhängigen Anteil (zur Normalisierung des Blutzuckerspiegels nach der Aufnahme von Kohlenhydraten mit dem Essen) und einem basalen, nahrungsunabhängigen  Anteil zusammen. Bei der Insulinpumpentherapie (auch als CSII bezeichnet) erfolgt ebenfalls die Trennung in einen basalen Insulinbedarf (Basalrate) und einen mahlzeitenabhängigen Anteil (Bolus).

Insulin-Grundbedarf  (Basalrate) mit der Diabetes Pumpe decken:

In der Pumpe wird ausschließlich schnell wirkendes Insulin verwendet. Der über den Tag verteilte, mahlzeitenunabhängige Bedarf wird programmiert und fortlaufend in kleinen Dosen abgegeben und kann auf diese Weise den tageszeitlichen Schwankungen im Insulinbedarf angepasst werden.

Was ist der Vorteil einer programmierbaren Basalrate mit der Diabetes Pumpe?

Wenn die Basalrate gut eingestellt ist, können Sie Mahlzeiten zeitlich flexibel einnehmen. Wenn Sie zum Beispiel am Wochenende einmal ausschlafen möchten, ist das problemlos möglich. So profitieren u.a. Diabetiker von einer Pumpe, bei denen sich ein Dawn-Phänomen, das der Blutzucker in den frühen Morgenstunden unvermittelt ansteigt, zeigt.

Mahlzeitenabhängigen Insulinbedarf mit der Insulinpumpe einstellen:

Bei der Insulinabgabe zu den Mahlzeiten (sog. Bolus-Insulin) können Sie mit einer Diabetes Pumpe verschiedene Bolusvarianten wählen. Es gibt einen Standardbolus den man zu Mahlzeiten mit schnellen Kohlenhydraten verwendet und einen verzögerten Bolus bei sehr fettreichen Mahlzeiten, bei denen die Freisetzung der Kohlenhydrate länger dauert. Beim verzögerten Bolus wird die Insulinmenge durch die Pumpe über einen längeren Zeitraum in kleinen Mengen abgeben. 

Illustrierung von Bolus Zugaben und Basalratenprogramierung im Zeitverlauf

CGM-Systeme - die perfekte Ergänzung zu Ihrer Insulinpumpe

Gut zu wissen: Insulinpumpen halten den Blutzucker nicht selbsttätig im Normbereich. Blutzuckermessungen und entsprechende Insulinanpassung müssen von Ihnen weiterhin selbst vorgenommen werden. Sie können aber auch ein CGM System (kontinuierlich messenden Glukosesensor) verwenden, welches Sie beim Überwachen Ihrer Glukosewerte gut unterstützt.

Gibt es CGM-Systeme und Insulinpumpen die miteinander kommunizieren?

Bei der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) wird der Gewebezucker  mittels eines Sensors bestimmt.  Je nach Modell wird automatisch alle 1-5 Minuten ein Durchschnittswert ermittelt. Dieser Durchschnittswert wird an die Insulinpumpe übertragen und als Kurven angezeigt. Hier sind zu nennen:

Vorteil des MiniMed 640G CGM-Systems ist die SmartGuard™ -Technologie, bei der eine automische Abschaltung der Basalrate erfolgt, wenn ein niedriger Glukosewert droht. Nach Normalisierung des Glukosewertes  startet die MiniMed 640G wieder die Insulinabgabe automatisch.

Welche CGM Systeme unterstützen die Insulinpumpentherapie?

Andere CGM-Systeme (sog. Stand-Alone Geräte) übertragen die gemessenen Daten zwar nicht direkt an eine Insulinpumpe, sie unterstützen Sie aber bei der Einstellung und Anpassung Ihrer Insulinpumpe:

  • Das Dexcom G4 Platinum System  überträgt auf das dazugehörige Empfangsgerät
  • Das Dexcom G5 Mobile System überträgt die Daten an eine IOS oder Android App oder an das Dexcom Empfangsgerät.
  • Die Enlite Glukose-Sensoren übertragen die Daten an das  Guardian Connect Empfangsgerät (IPod) oder die IOS App.

Welche Vor- und Nachteile bringt eine Insulinpumpe mit sich?

Das Tragen einer Insulinpumpe bringt einige Vorteile mit sich. Neben der größeren Freiheit in vielen Alltagsituationen gibt es noch weitere Vorteile für Diabetiker. Sie sollten sich aber auch mit den bestehenden Nachteilen einer Insulinpumpe auseinander setzen. Wir haben Ihnen in der folgenden Tabelle die Vor- und Nachteile der Insulinpumpentherapie gegenüber gestellt:

Vorteile Nachteile
  • Das häufige Insulinspritzen jeden Tag entfällt
  • Steuerung per CGM möglich (nicht bei allen Pumpen)
  • Bessere Einstellung der Blutzuckerwerte möglich
  • Mehr Flexibilität bei Sport und Bewegung und auch um Alltag
  • Warnfunktion bei Unterzuckerung (nicht bei allen Pumpen)
  • Fördert eine stabilere Einstellung des Blutzuckers mit besseren HBA1c Werten
  • Unterzuckerungen (Hypoglykämie) werden vermieden
  • Überzuckerungen  (Hyperglykämie) werden vermieden
  • Schwere Folgeerkrankungen können durch die Pumpe vermindert oder verhindert werden
  • Pumpen werden unter bestimmten Voraussetzung von der Krankenkasse getragen
  • Insulinpumpe und Katheter liegen 24 h täglich am Körper (kurzfristiges Abkoppeln z. B. zum Baden ist möglich)
  • Für die Pumpentherapie muss mindestens genauso viel Aufwand betrieben werden wir für eine normale Insulintherapie. 
  • erhöhte Ketoazidosegefahr bei technischem Defekt (da sich nur kurzwirksames Insulin in der Pumpe befindet)
  • Eine Insulinpumpentherapie verursacht deutlich höhere Kosten gegenüber der herkömmlichen Insulintherapie
  • Bei mangelnder Hygiene kann sich die Einstichstelle entzünden
  • Die Pumpentherapie ist sehr kostspielig

Welche Voraussetzungen muss ich für eine Insulinpumpentherapie erfüllen?

  • Motivation: Ein hohes Maß an Motivation, sich intensiv mit der eigenen Erkrankung auseinanderzusetzen. Umfangreiche Kenntnisse in der Behandlung des Diabetes mellitus mit der ICT (Insulindosisanpassung, sowie Verhalten in besonderen Situationen, z. B. Sport, Krankheit usw.).
  • Schulung: Diese sollten in einer intensivierten Schulung erlangt und mindestens ein halbes Jahr erfolgreich durchgeführt worden sein.
  • Blutzucker-Dokumentation: Mindestens vier Blutzuckermessungen täglich (eine vor jeder Mahlzeit und vor der Nachtruhe) mit entsprechender Protokollierung (Blutzuckertagebuch) müssen täglich durchgeführt werden, gelegentlich ein nächtlicher Blutzuckertest zwischen 2 und 3 Uhr. Diese Dokumentation wird inzwischen von vielen Krankenkassen verlangt, wenn Folgepumpen verordnet werden sollen.
  • Kooperation: Die Bereitschaft zur dauerhaften Kooperation mit dem betreuenden Zentrum unter Berücksichtigung aller o. a. Voraussetzungen muss gegeben sein.
  • Eigenständiger Wunsch: auf die Insulinpumpentherapie umzusteigen.
  • Sorgfalt: Die erforderliche technische Fähigkeit und Sorgfalt im Umgang mit der Insulinpumpe und ihrem Zubehör.

Wer kann eine insulinpumpe bekommen?

Für wen eignet sich eine Insulinpumpentherapie? In den Voraussetzungen für eine Insulinpumpe sind gleichzeitig ihre Indikationen enthalten. Wenn diese erfüllt sind, profitieren Sie als Diabetiker besonders von einer Insulinpumpe, wenn Sie:

  • Stark schwankende Blutzuckerwerte haben: Diabetiker, die trotz aller Anstrengungen mit der intensivierten konventionellen Therapie unter Verwendung mehrfacher täglicher Insulininjektionen keine gute Blutglukoseeinstellung erreichen oder stark schwankende Blutzuckerwerte aufweisen.
  • Privat und beruflich sehr aktive sind: Diabetiker mit dem Wunsch nach mehr Flexibilität und Lebensqualität, insbesondere beruflich, privat und sportlich aktive Menschen.
  • Häufig schwere Unterzuckerungen haben: Diabetiker mit häufigen, schweren Unterzuckerungen, besonders nachts (Dawn-Phänomen)
  • Verminderte Hypoglykämiewahrnehmung haben: Diabetiker mit einer verminderten Hypoglykämiewahrnehmung
  • Aufgetretene diabetische Folgeerkrankungen haben: Diabetiker mit sich abzeichnenden und bereits aufgetretenen diabetischen Folgeerkrankungen (z. B. mit einer dauerhaft schmerzhaften Neuropathie)
  • Sehr niedriger Insulinbedarf haben: Diabetiker mit einem sehr niedrigen Insulinbedarf: kleine Mengen Verzögerungsinsulin (spätabends) wirken zu kurz (Folge: morgendliche Hyperglykämien), kleine Mengen Normalinsulin zu stark (Folge: Hypoglykämien)
  • Kinderwunsch haben: Diabetikerinnen mit Kinderwunsch, Planung einer Schwangerschaft
  • Magenentleerungsstörungen haben: Diabetiker mit Magenentleerungsstörungen
  • Kind sind: Hinsichtlich einer Verbesserung der Lebensqualität kann die Insulinpumpe Kindern auch eine Besserung bringen. Es hat sich gezeigt, dass die Insulinpumpentherapie zu einer Verbesserung der Blutzuckerwerte durch die flexible Anpassung an den Insulinbedarf führen kann, auch schon bei Kleinkindern. Voraussetzung dafür ist natürlich die Bereitschaft der Eltern und deren Wissen im Umgang mit den Technologien.

Welche Insulinpumpe passt zu mir?

Um herauszufinden, welche Pumpe am besten zu ihnen passt, hilft ein Vergleich der verschiedenen Modelle. Die auf dem Markt erhältlichen Geräte weisen zum Teil große Unterschiede in ihren jeweiligen medizinischen Möglichkeiten, Tragekomfort, mehr oder minder komplizierter technischer Ausführung sowie Zusatzfunktionen auf. Sowohl Pumpenträger als auch Diabetesteams favorisieren, ausgehend von persönlichen Funktionswünschen, verschiedene Geräte.

Generelle Anforderungen an Insulinpumpen

Um die Wahl zu erleichtern, werden im Folgenden die Grundanforderungen für den Benutzer aufgelistet:

  • Genauigkeit der basalen Insulinzufuhr: Die basale Insulinzufuhr muss mit großer Genauigkeit und möglichst in kleinen Mengen in jeweils kurzen Zeitabständen erfolgen.
  • Abstufbarkeit der Basalrate: Die Basalrate muss fein abstufbar sein, d. h. die Insulingabe pro Stunde möglichst in 0,1-Schritten oder weniger.
  • Leicht anpassbare Basalrate: Die Basalrate muss vom Anwender leicht zu verändern sein. Gleichzeitig sollte sichergestellt sein, dass ein versehentliches Verstellen der Basalrate, z. B. beim »blinden« Bedienen der Insulinpumpe zur Bolusabgabe unter der Kleidung, nicht möglich ist.
  • Differenziertes Alarmsystem: Die Insulinpumpe sollte ein differenziertes Alarmsystem besitzen und Signale aussenden bei: Batterieversagen, Katheterverstopfung, leerer Ampulle, Elektronikstörungen.
  • Sicherheitsschaltung: Die Insulinpumpe sollte eine Sicherheitsschaltung besitzen, so dass sie sich nach einer bestimmten Zeitspanne (z. B. 10-12 Stunden) selbständig ausschaltet, wenn sie nicht bedient wird. Dies ist besonders für allein lebende Diabetiker in Anbetracht möglicher schwerer Hypoglykämien ein großer Schutz. Die komplette Insulinabgabe muss leicht zu unterbrechen (=Pumpe in Stopp zu setzen) sein.
  • Datenspeicher: Die Pumpe sollte über einen Datenspeicher verfügen, welcher Zeit und Menge der letzten Boli, die letzten Alarme sowie den noch verfügbaren Ampulleninhalt angibt.
  • Gehäuse-Stabilität: Die Insulinpumpe sollte robust, stoßfest und wasserfest sein.
  • Tragbarkeit und Größe: Die Insulinpumpe sollte klein und leicht zu tragen sein.
  • Katheter: Welche Katheter (Stahl oder Teflon) und welche Schlauchlängen werden für die Pumpe angeboten
  • Funktionstöne: Die Funktionstöne sollten gut hörbar sein aber auf Wunsch auch abgestellt und durch Vibrationen ersetzt werden können. (Dies gilt nicht für Alarme!)
  • Europäischen Medizinprodukte–Gesetzgebung: Die Insulinpumpe muss der Europäischen Medizinprodukte–Gesetzgebung entsprechen und in entsprechenden Sicherheitsuntersuchungen geprüft worden sein.

Individuelle Anforderungen an eine Insulinpumpe

Auch die Bedienmöglichkeiten über eine Fernbedienung, z. T. mit integriertem Blutzuckermessgerät, die Möglichkeiten der Kopplung mit einem CGM-System, Anschlüsse, Reservoirgrößen, Ausführung (konventionelle Insulinpumpe oder Patch-Pumpe) und vieles mehr können entscheidend für Ihre persönliche Pumpenauswahl sein. Neben der technischen Ausstattung können auch Vorlieben wie z. B. die Farbe bei der Entscheidung für die neue Insulinpumpe eine wichtige Rolle spielen.

Welche Typen von Diabetes Insulinpumpen gibt es?

Eine grundsätzliche Unterscheidung liegt in der Verwendung der Insulinpumpe mit Schlauch und der Insulinpumpe ohne Schlauch, der sogenannten Patch Pumpe (schlauchlose Einmal-Pumpe).   Derzeit ist der Omnipod die einzige Diabetes Pumpe ohne Schlauch, wobei der Pod mit integriertem Insulinreservoir direkt auf die Haut gesetzt wird. Bei allen anderen Insulinpumpen wird das Insulin über ein Infusionsset verabreicht.

Pumpe mit Katheter Patchpume

Die Pumpe wird körpernah getragen und über einen Katheter wird Insulin kontinuierlich abgegeben (Basalrate). Die Basalrate wird individuell nach Bedarf programmiert.

 

Zum Essen gibt man zusätzlich Bolusinsulin über den Katheder ab, der alle 2-3 Tage gewechselt werden muss.

Ist eine Insulinpumpe ohne Schlauch (Katheter). Die Einmalinsulinpumpe wird direkt am Körper für 3 Tage getragen und über ein Messgerät gesteuert.

 

Das Messgerät enthält einen Bolusrechner, d.h. Sie können dort Ihre KE/BE Faktoren hinterlegen wie auch den Korrekturfaktor und Zielbereich. 

Patchpumpen- Die Alternative Insulinpumpe ohe Katheter

Die sogenannte Patch-Pumpe wird direkt auf die Haut geklebt. Unter der Pumpe befindet sich eine Kanüle, die, wie beim Infusionsset der herkömmlichen Insulinpumpe, in das subkutane Fettgewebe eingestochen wird. Patch-Pumpen haben ein selbstbefüllbares Reservoir. Einmal aufgeklebt und aktiviert, bleibt die Pumpe bis zum Austausch an dieser Position. Sie wird über ein Steuergerät bedient.

Wo trage ich meine Insulinpumpe?

Insulinpumpen sind sehr klein und leicht und dafür vorgesehen, nahe am Körper getragen zu werden. Nachts können Sie die Pumpe neben sich im Bett ablegen. Einige Insulinpumpen sind wasserdicht und können daher beim Duschen weiterhin getragen werden. Ansonsten können Sie die Insulinpumpe auch für einen kurzen Moment, z.B. zum Duschen, abkoppeln.

Die Entscheidung, wie und wo man die Pumpe am Körper trägt, sollte sich nach der persönlichen Vorliebe und Bequemlichkeit  richten. Um einer möglichen Beschädigung des Geräte vorzubeugen, sollte man die Insulinpumpe immer in dafür vorgesehenen Schutzhüllen oder gesicherten Taschen tragen.

Folgende Tragesysteme gibt es für Insulinpumpen:

  • Gürtelclip
  • BH-Band oder BH-Pumpentasche
  • Bauchgurt oder Bauchband
  • Rückengurt (für Kinder)
  • Unterwäsche oder Funktionsbekleidung, z.B.: Als Unterhemd oder Trägershirt mit integrierter Innentasche für Kinder
  • Funktionsbekleidung
  • Sporttasche oder Sportband
  • Ober- Unterschenkenpumpentaschen
  • Zum Schutz von Pod und Sensor der Patch-Pumpe bieten sich Armbinden an.

Welches Insulinpumpen-Zubehör benötige ich?

Für alle gängigen Insulinpumpen gibt es notwendiges und praktisches Zubehör. Dabei gibt es passendes Zubehör von jedem Insulinpumpen Hersteller aber auch einige herstellerunabhängige Produkte wie die Pumpentaschen von Bre.parat oder Bauchbänder von mellitus one.

Hier haben wir Ihnen eine Übersicht über typisches Insulinpumpen-Zubehör aufgelistet:

Wo setze ich den Insulinpumpen Katheter?

Über den Katheter (auch Infusionsset genannt) gelangt das Insulin von der Pumpe in den Körper. Halten Sie sich beim Legen des Infusionssets an die Gebrauchsanweisung des Herstellers und den Einweisungen bei der Schulung durch Ihr Diabetesteam.

Achtung: Achten Sie darauf, dass die Kathetereinstichstelle nicht direkt unterhalb des Gürtels, eines engen Hosenbundes oder ähnlichem liegt. Da der ausgeübte Druck auf die Nadel Schmerzen, Einblutungen etc. verursachen kann.

Wie oft muss ich den Katheter meiner Insulinpumpe wechseln?

Im Normalfall wird der Katheter entsprechend der Art nach 3 Tagen gewechselt. Die Liegedauer von Teflonkanülen sollte 3 Tage nicht überschreiten. Darüber hinaus ist ein Wechsel erforderlich bei:

  • Blut im Katheter
  • unerklärbar hohen Blutzuckerwerten
  • Rötung, Brennen, Jucken oder Schwellung der Einstichstelle
  • Löchern oder Riss im Infusionsset
  • auslaufendem Insulin aus Infusionsset oder Einstichstelle
  • Verhärtungen um die Einstichstelle
  • Verstopfungsalarm der Insulinpumpe (Okklusion)

Insulin-Ampullen und Reservoire

Entsprechend den unterschiedlichen Insulinpumpenmodellen gibt es herstellerspezifische Insulinreservoire, die durch Sie selbst zu befüllen sind. Darüber hinaus besteht für Sie die Möglichkeit der Nutzung von Fertigampullen für  z.B. für die Accu-Chek® Spirit Combo („Insuman Infusat“), die Accu-Chek® Insight („NovoRapid“) und YpsoPump („NovoRapid“).

Durch die Verwendung von Leerampullen/Reservoiren können Sie in Ihrer Pumpe genau das Insulin verwendet werden, welches Ihren Therapieerfolg optimal unterstützt. Das Umfüllen des Insulins in Leerampullen geht durch die Verwendung einer Aufziehhilfe einfach und schnell. Andererseits erleichtert die Verwendung von Fertigampullen natürlich auch das Handling.

Reservoirvolumen sind pumpenspezifisch:

Pumpenspezifische Reservoire Volumen
MiniMed Paradigm® Veo™ 554 1,8 ml
MiniMed Paradigm® Veo™ 754 3 ml
MiniMed 640G 1,8/3 ml
Animas Vibe 2 ml
Accu-Chek® Spirit Combo 3,15 ml
Accu-Chek Insight 1,6ml (Fertigampulle)
DANA Diabecare R 3 ml
DANA Diabecare RS 3 ml
Omnipod 2 ml
YpsoPump 1,6 ml

Wie befülle ich mein Insulin Reservoir?

Die ordnungsgemäße Verwendung stellt sicher, dass das Insulinpumpensystem insgesamt einwandfrei funktioniert – eine Voraussetzung, damit Sie Ihren Diabetesalltag leichter und flexibler gestalten können! Die folgenden Hinweise ersetzen nicht die Gebrauchsanleitungen der jeweiligen Hersteller, sondern sind ergänzende Informationen dazu.

  1. Reservoire sind sterile Einmalprodukte und sollten daher nicht mehrfach verwendet (wieder aufgefüllt) werden.
  2. Die richtige Temperatur: Insulin und Reservoire sollten vor dem Befüllen Körpertemperatur haben, um das Bilden von Luftblasen zu vermeiden.
  3. Zur Vermeidung von Unterdruck in der Stechampulle: Vor dem Aufziehen des Insulins die aufrecht stehende Insulinampulle mit derselben Menge Luft befüllen. Das Reservoir wird dann quasi von selbst befüllt, sobald sie das Insulinfläschchen mit dem Reservoir umdrehen.
  4.  Luftbläschen entfernen: Reservoir mit dem Kolben nach unten halten und Luftbläschen durch leichtes Klopfen an das Reservoir nach oben befördern und durch vorsichtiges „Abspritzen“ entfernen.
  5. Füllmenge beachten: Befüllen Sie das Reservoir höchstens mit der maximal vorgeschriebenen Insulinmenge (bei 3 ml-Reservoiren maximal 3 ml Insulin). Beim Überfüllen besteht die Gefahr, dass der Kolben heraus gezogen wird.

Hautreinigung, Desinfektion und Hautschutz bei Insulinpumpenträgern

Vor der Blutzuckerselbstkontrolle oder der Insulininjektion mit einem Insulinpen ist es nicht erforderlich, die Haut an der Einstichstelle zu desinfizieren. Waschen und Trocknen der Haut genügt hier voll und ganz.

Unerlässlich aber ist die Hautdesinfektion dagegen bei Insulinpumpenträgern vor dem Anlegen des Infusionssets, um Infektionen vorzubeugen. Zu diesem Zweck werden entsprechende Desinfektionssprays oder -tupfer angeboten.

Bitte beachten: Das Desinfektionsmittel sollte zunächst aufgetragen und abgewischt werden, um den körpereigenen Fettfilm zu entfernen. Anschließend wird es erneut aufgetragen und ohne abwischen vollständig trocknen gelassen. Erst danach legen Sie an dieser Stelle das neue Infusionsset an.

Wie teuer ist eine Insulinpumpe?

Insulinpumpen kosten je nach Hersteller etwa zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Sie können aber in Abstimmung mit Ihrem Arzt über Ihre Krankenkasse eine Insulinpumpe und deren Kostenübernahme beantragen. Da sich die Insulinpumpen-Preise jedoch unterscheiden, kann es unter Umständen sein, dass ein Eigenanteil von den Patienten zu zahlen ist. Dies ist v.a. bei den Patch-Pumpen der Fall, die im Preis deutlich über den anderen Insulinpumpen liegen. 

Wie lange kann ich eine Insulinpumpe tragen?

Alle auf dem Markt befindlichen Insulinpumpen haben eine Garantielaufzeit von 4 Jahren. Nach Ablauf der 4 Jahr haben Sie die Möglichkeit eine Folgepumpe zu beantragen.

Antragsverfahren für eine Insulinpumpe

Das Antragsverfahren einer Insulinpumpe bei der Krankenkasse erfolgt nach den Richtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK).  Es müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein (medizinische Notwendigkeit, Therapieerfolg), damit Insulinpumpen-Kosten von den Krankenkassen übernommen werden.

Haben sie Interesse an einer Insulinpumpentherapie, sprechen sie mit ihrem Diabetolgen oder Diabetesberater/in  die sie gerne beraten oder ihnen sogar ein Probetragen einer Insulinpumpe ermöglichen kann, damit sie sehen ob die Therapie etwas für sie ist.

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