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Für wen empfiehlt sich die Therapie per Insulinpumpe (ugs. Diabetes Pumpe)?

In den Voraussetzungen für eine Insulinpumpe sind gleichzeitig die Indikationen enthalten. Wenn diese erfüllt sind, profitieren Sie als Diabetiker besonders von einer Insulinpumpe, wenn Sie:

  • stark schwankende Blutzuckerwerte haben.
  • privat und beruflich sehr aktiv sind.
  • häufig schwere Unterzuckerungen haben.
  • verminderte Hypoglykämiewahrnehmung haben.
  • aufgetretene diabetische Folgeerkrankungen haben.
  • einen sehr niedriger Insulinbedarf haben.
  • einen Kinderwunsch (als Frau) haben.
  • Magenentleerungsstörungen haben.

Sind Insulinpumpen für Kinder geeignet?

Zudem sind Insulinpumpen speziell für Kinder eine gute Wahl. Es hat sich gezeigt, dass die Pumpentherapie zu einer Verbesserung der Blutzuckerwerte durch die flexible Anpassung an den Insulinbedarf führen kann, auch schon bei Kleinkindern. Voraussetzung dafür ist natürlich die Bereitschaft der Eltern und deren Wissen im Umgang mit der Technologie.

 

So finden Sie die richtige Insulinpumpe für Ihre Bedürfnisse

Um herauszufinden, ob die Pumpentherapie überhaupt und welche Pumpe am besten zu Ihnen passt, sollten Sie sich etwas Zeit nehmen, verschiedene Modelle vergleichen und sich bei Unklarheiten beraten lassen. Unsere Experten ebenso wie Ihr Diabetologe und sein Team stehen Ihnen hier mit Rat und Tat zur Seite. Die auf dem Markt erhältlichen Modelle weisen zum Teil große Unterschiede in ihren jeweiligen medizinischen Möglichkeiten, dem Tragekomfort, der technischen Ausführung sowie den Zusatzfunktionen auf.

Grundsätzlich gilt es dabei natürlich auszuwählen, ob sie eine Pumpe mit oder ohne Schlauch möchten. Aber auch andere Anforderungen sind entscheidend. Dazu gehören:

  • Genauigkeit und Abstufbarkeit der Basalrate
  • Alarmsystem bei Batterieversagen, Katheterverstopfung, etc.
  • Automatische Sicherheitsschaltung
  • Datenspeicher
  • Größe und Stabilität der Insulinpumpe
  • Gewünschtes Tragesystem, z.B. Gürtelclip oder Bauchgurt
  • Passendes Zubehör und Katheter
  • Bedienmöglichkeit, z.B. über Fernbedienung
  • Möglichkeit zur Kopplung mit einem CGM System

Mit Schlauch oder Patchpumpe: Möglichkeiten der Insulinpumpentherapie

Das Prinzip der Insulinpumpe ist einfach: Der eingebaute Computer steuert einen kleinen Motor, welcher über eine Gewindestange einen Stopfen nach vorn schiebt. So wird das Insulin aus der Pumpen-Ampulle (Reservoir) entsprechend der programmierten Basalrate und der eingegebenen Bolusmenge (Mahlzeiteninsulin) abgegeben. Anschließend gelangt die benötigte Insulinmenge über ein Infusionsset in das Unterhautfettgewebe.

Eine grundsätzliche Unterscheidung liegt in der Verwendung der Insulinpumpe mit Schlauch und der Insulinpumpe ohne Schlauch, der sogenannten Patch Pumpe (schlauchlose Einmal-Pumpe). Derzeit sind der Omnipod und die Medtrum A6 die einzigen Insulin-Pumpen ohne Schlauch.

Pumpe mit Katheter Patchpume / Insulinpumpe ohne Schlauch

Die Pumpe wird körpernah getragen. Über ein Infusionsset erfolgt die kontinuierliche Insulinabgabe (Basalrate). Die Basalrate ist individuell (nach dem Bedarf abgestimmt) programmierbar.

Zum Essen gibt man zusätzlich Bolusinsulin über den Katheder ab, der alle 2-3 Tage gewechselt werden muss.

Ist eine Insulinpumpe ohne Schlauch (Katheter). Die Einmalinsulinpumpe wird direkt am Körper für max. 72 Stunden getragen und über ein Messgerät gesteuert.

Das Messgerät enthält einen Bolusrechner, d.h. Sie können dort Ihre KE/BE Faktoren hinterlegen wie auch den Korrekturfaktor und Zielbereich.

Weitere Möglichkeiten sind beispielsweise Insulinpumpen mit CGM System. Bei der kontinuierlichen Glukosemessung (CGM) wird der Gewebezucker mittels eines Sensors bestimmt. 

Anwendung, Kosten, Funktion: Die Vorteile und Nachteile von Insulinpumpen

Das Tragen einer Insulinpumpe bringt einige Vorteile mit sich. Einer der Vorteile, die Menschen mit Diabetes am meisten schätzen, ist die größere Freiheit in vielen Alltagsituationen. Sie sollten sich aber auch mit den bestehenden Nachteilen einer Insulinpumpen-Therapie auseinandersetzen. Wir haben Ihnen in der folgenden Tabelle die wichtigsten Eigenschaften der Insulinpumpentherapie gegenübergestellt:

Vorteile Nachteile
  • Das häufige Insulinspritzen jeden Tag entfällt
  • Integriertes CGM (nicht bei allen Pumpen)
  • Bessere Einstellung der Blutzuckerwerte möglich
  • Mehr Flexibilität bei Sport und Bewegung und auch im Alltag
  • Warnfunktion bei Unterzuckerung (nicht bei allen Pumpen)
  • Fördert eine stabilere Einstellung des Blutzuckers mit besseren HBA1c Werten
  • Unterzuckerungen (Hypoglykämie) werden vermieden
  • Überzuckerungen  (Hyperglykämie) werden vermieden
  • Schwere Folgeerkrankungen können durch die Pumpe vermindert oder verhindert werden
  • Pumpen werden unter bestimmten Voraussetzung von der Krankenkasse getragen
  • Insulinpumpe und Katheter liegen 24 h täglich am Körper (kurzfristiges Abkoppeln z. B. zum Baden ist möglich)
  • Für die Pumpentherapie muss mindestens genauso viel Aufwand betrieben werden wie für eine normale Insulintherapie. 
  • erhöhte Ketoazidosegefahr bei technischem Defekt (da sich nur kurzwirksames Insulin in der Pumpe befindet)
  • Eine Insulinpumpentherapie verursacht deutlich höhere Kosten gegenüber der herkömmlichen Insulintherapie
  • Bei mangelnder Hygiene kann sich die Einstichstelle entzünden
  • Die Pumpentherapie ist sehr kostspielig

Die Vor- und Nachteile der Insulin-Pumpen sollten Sie für sich selbst abwägen. Welche Gewohnheiten haben Sie, als wie störend empfinden Sie die manuelle Insulininjektion, kommen Sie mit einem Gerät, das Sie ständig am Körper führen zurecht – all das sind Faktoren, die die Zufriedenheit und Akzeptanz mit Insulinpumpen beeinflussen und die nur Sie selbst einschätzen können.

Tasche & Co: Welche Komponenten werden für eine Insulinpumpe benötigt?

Abhängig vom gewählten Modell besteht das System der Insulinpumpentherapie aus verschiedenen Komponenten. In der Regel gehört die eigentliche Pumpe, bzw. das Bedienelement, das Insulinreservoir und das Infusionsset (Katheter), bzw. der OmniPod oder die Medtrum A6, dazu. Teilweise wird eine Insulinpumpe auch im Set mit einer Fernbedienung oder einem Blutzuckermessgerät verkauft.

Für alle gängigen Insulinpumpen gibt es notwendiges und praktisches Zubehör. Dabei gibt es passendes Zubehör von jedem Insulinpumpen Hersteller aber auch einige herstellerunabhängige Anbieter.

Typisches Insulinpumpen Zubehör:

  • Pumpentaschen und universelle Tragesysteme für Insulinpumpen etc. (Gürtel, Bänder, Clips, BH-Taschen, Rücken-Tragegurte, Bauchtaschen, Arm- und Beinbinden, Kühltaschen)
  • Schutzhüllen, Duschbeutel
  • Setzhilfen bzw. Einführhilfen
  • Klebefolien und Pflaster

Was Sie bei der Nutzung von Insulinpumpen beachten sollten

Vor dem Anlegen des Katheters der Insulinpumpe ist die Reinigung der Einstichstelle unerlässlich. Tragen Sie hierzu Desinfektionsmittel auf und wischen Sie dieses ab, um den körpereigenen Fettfilm zu entfernen. Anschließend wird das Mittel erneut aufgetragen und ohne abwischen vollständig trocknen gelassen. Erst danach legen Sie an dieser Stelle das neue Infusionsset bzw. den Pod an.

Alle auf dem Markt befindlichen Insulinpumpen haben eine Garantielaufzeit von 4 Jahren. Nach Ablauf der 4 Jahre haben Sie die Möglichkeit per Folgeverordnung eine neue Pumpe zu beantragen.

Wie können Sie eine Insulinpumpe beziehen? Mediq Direkt unterstützt Sie gern!

Insulinpumpen kosten je nach Hersteller etwa zwischen 3.000 und 4.000 Euro. Sie können in Abstimmung mit Ihrem Arzt über Ihre Krankenkasse eine Insulinpumpe und deren Kostenübernahme beantragen. Da sich die Insulinpumpen-Preise jedoch unterscheiden, kann es unter Umständen sein, dass ein Eigenanteil von den Patienten zu zahlen ist.

Das Antragsverfahren einer Insulinpumpe bei der Krankenkasse erfolgt nach den Richtlinien des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherungen (MDK).  Es müssen bestimmte Kriterien erfüllt sein (medizinische Notwendigkeit, Therapieerfolg), damit Insulinpumpen-Kosten von den Krankenkassen übernommen werden.

Bei Mediq Direkt finden Sie Insulinpumpen aller gängiger Hersteller, wie die Accu Chek Insight oder Accu Chek Combo von Roche, die MiniMed 640G von Medtronic oder den Omnipod von Insulet.

Sie interessieren sich für die Insulinpumpentherapie und möchten wissen, welche Pumpenmodelle auf dem Markt sind? Sie haben Fragen zum Pumpengenehmigungsverfahren bei der Krankenkasse und möchten wissen, was zu beachten ist? Sie benötigen Hilfe bei der Antragsstellung für die Kostenübernahme einer Insulinpumpentherapie bei den Krankenkassen?

Gern stehen wir Ihnen mit unserem Expertenteam für alle Fragen rund um das Thema Insulinpumpentherapie unter unserer gebührenfreien Rufnummer 0800 – 3 42 73 25 oder per Mail zur Verfügung!

Autorin

Autorin Sandra BuhlmannSandra Buhlmann ist ausgebildete Diabetesassistentin und arbeitet seit 2016 als Produktmanagerin bei Mediq Direkt. Sie informiert unsere Kundenberater/-innen in den Fachgeschäften und im Kunden-Service über die jeweiligen Produkteigenschaften und stellt sicher, dass Sicherheits- und Produktinformationen von Herstellern unsere Kunden erreichen. Außerdem aktualisiert und erweitert sie regelmäßig die Mediq Diabetes Informationsbroschüren mit interessanten Inhalten.

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