Diagnose Diabetes

Diabetes wird häufig zufällig bei einer Vorsorgeuntersuchung erkannt. Aber auch Symptome, wie:

  • übermäßiger Durst und häufiges Wasserlassen,
  • Müdigkeit und Abgeschlagenheit,
  • Agressivität, Unausgeglichenheit,
  • massiver Gewichtsverlust,
  • nach Aceton riechender Atem
  • oder schlecht heilende Wunden

können Anzeichen für einen Diabetes sein. 

Wie und wann wird Diabetes diagnostiziert?

Blutzuckerverlauf nach flüssiger Zuckergabe

Die Diagnose Diabetes wird anhand der Blutzuckerwerte gestellt. Nüchtern oder nach einer Mahlzeit wiederholt gemessene Werte von >11,1 mmol/l (200 mg/dl) in Verbindung mit obengenannten Symptomen sprechen eindeutig für eine Diabeteserkrankung.

Sind auch die Nüchternwerte nach mindestens achtstündiger Nahrungspause größer oder gleich 7,0 mmol/l (126 mg/dl), dann wird hier ebenfalls ein Diabetes diagnostiziert.

Bei Grenzwerten von 5,6-7,0 mmol/l (bzw. 100-126 mg/dl) wird ein oraler Glukosetoleranztest (oGTT) eingesetzt, um Klarheit über die Stoffwechselsituation zu erhalten. 

Wie läuft ein ORALER GLUKOSE-TOLERANZTEST (oGTT) ab?


Wann?

  • Am Morgen (nach 8- bis 10-stündiger Nahrungs- und Alkoholpause).


Wie?

  • Der Patient sitzt oder liegt während der Durchführung.
  • Rauchen vor oder während des Tests ist nicht erlaubt.
  • 75 g Glukose werden in 250-300 ml Wasser aufgelöst und innerhalb von 5 Min. getrunken.
  • Der Blutzuckerwert wird nüchtern zu Beginn des Testes und nach 1 und 2 Stunden bestimmt.
  • Kaffee, Tee, Alkohol oder sonstige Nahrung vor und während des Tests sind nicht erlaubt.

Diabetes mellitus liegt vor, wenn eines der Kriterien in der unten stehenden Tabelle erfüllt ist (Glukose jeweils gemessen im Blutplasma):

  NÜCHTERNBLUTZUCKER GELEGENHEITSBLUTZUCKER ORALER GLUKOSETOLERANZTEST
Diabetes

> 7,0 mmol/l
(> 126 mg/dl)

> 11,1 mmol/l
(> 200 mg/dl)
und Symptome eines
Diabetes

2-Stunden-Wert:
> 11,1 mmol/l
(> 200 mg/dl)

Gestörte
Glukosetoleranz

5,6-6,9 mmol/l
(100-125 mg/dl)

 

2-Stunden-Wert:
7,8-11,0 mmol/l
(140-199 mg/dl)

Normal

< 5,6 mmol/l
(< 100 mg/dl)

 

2-Stunden-Wert:
< 7,8 mmol/l
(< 140 mg/dl)

Bitte beachten Sie: Die angegebenen Werte werden in venösem Plasma gemessen (Laborbedingungen), Kapillarvollblutwerte liegen 10 bis 15 % niedriger. Glukosewerte zur Diagnosefindung dürfen nur mit einer qualitätskontrollierten Labormethode bestimmt werden. Geräte zur Blutzuckerselbstkontrolle sind „Test”geräte und eignen sich dafür nicht.

Wann und wie wird ein Test auf Gestsationsdiabetes (Schwangerschaftsdiabetes) durchgeführt?

Für Schwangere gehört seit dem 03. März 2012 ein Blutzucker-Suchtest (kurz: GCT) auf Gestationsdiabetes als fester Bestandteil zur Schwangerenvorsorge. Empfohlen wird der Test zwischen der 24. und 27. Schwangerschaftswoche. Dabei werden 50 g Glukose, in einem Glas Wasser aufgelöst, getrunken und der Blutzuckerspiegel kontrolliert. Dieser Test kann zu jeder Tageszeit und unabhängig einer Mahlzeit durchgeführt werden. Ist der Test auffällig oder liegen besondere Risikofaktoren vor, wird in einer diabetologischen Schwerpunktpraxis ebenfalls ein oGTT als Diagnosetest durchgeführt (siehe gesetzliche Mutterschafts-Richtlinie).

Diabetes Erkrankungne werden in Typen unterteilt

Auf Grund der verschiedenen Ursachen werden mehrere Diabetes Typen (wie unterschieden. Diese wiederum werden ganz spezifisch behandelt. Unabhängig vom Typ ist das Therapieziel immer, den Blutzuckerwert möglichst normnah einzustellen.

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