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Unterzuckerung – Hypoglykämie

(vom Altgriechischen: hypo (unter) glykys (süß) haima (Blut))

Eine Hypoglykämie liegt bei Blutzuckerwerten unter 3,6 mmol/l (bzw. 65 mg/dl) vor und ist in der Regel Folge eines Ungleichgewichtes zwischen blutzuckererhöhenden und -senkenden Faktoren. 
Verursacht wird dies z. B. durch das Weglassen einer Mahlzeit, Insulin- oder Tablettenfehldosierungen, falsche Injektionstechnik, körperliche Belastung bei unveränderter Insulindosierung, erhöhte Insulinempfindlichkeit, vorangegangenem Alkoholkonsum.

Die Symptome einer Hypoglykämie ergeben sich zum einen aus der Gegenregulation des Körpers mit Adrenalinausschüttung (Herzklopfen, Schweißausbrüche) und durch die Unterversorgung mit Glukose (Konzentrationsstörungen, Hunger, Reizbarkeit, Sehstörungen, Kopfschmerzen, Sprachstörungen, Bewusstseins- und Handlungseinschränkungen, Bewusstlosigkeit, Koma).

Alarmwerte UnterzuckerungLeichte Unterzuckerungen können selbst mit Glukose (Traubenzucker) oder zuckerhaltigen Getränken behandelt werden. 

Bei einer schweren Unterzuckerung müssen Angehörige oder sogar der Notarzt eingreifen. Voraussetzung dafür ist, dass das Umfeld weiß, wie in einer Unterzuckerungssituation zu reagieren ist und welche Maßnahmen eingeleitet werden sollen. 


Der behandelnde Arzt bzw. das Diabetesteam informieren und schulen Angehörige und Bekannte über schwere Hypoglykämien und deren Behandlung.