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Überzuckerung - Hyperglykämie

(vom Altgriechischen: hyper (über) glykys (süß) haima (Blut))

Von einer Hyperglykämie oder Überzuckerung spricht man, wenn der Blutzuckerspiegel über dem Normalbereich liegt. 

Erhöhte Blutzuckerwerte machen oft keine oder nur sehr unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, Abgeschlagensein, häufiges Wasserlassen oder schlecht heilende Wunden. Meistens wird dies gar nicht bemerkt oder auf andere Ursachen zurückgeführt.

Bei sehr hohen Blutzuckerwerten besteht die Gefahr einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung, des diabetischen Komas. 

Wie kommt es dazu?

Frau mit WasserflascheDen durch relativen oder absoluten Insulinmangel bedingten Energienotstand in den Zellen versucht der Körper zu kompensieren, indem er Energie aus den körpereigenen Fettreserven gewinnt. 
Diese Energiegewinnung ist zum einen wenig effizient, zum anderen entstehen dabei sogenannte Ketone (z. B. Aceton, ß-Hydroxybutyrat, Acetessigsäure), saure und für den Körper schädliche Abfallprodukte. Diese verursachen den dafür typischen Aceton- bzw. Obstgeruch der Atemluft. 



Die Ketone (= Abbauprodukte) sammeln sich im Blut und werden über den Urin ausgeschieden. Ketone sind in hohen Konzentrationen schädlich für den Körper, was ohne sofortige und angemessene Behandlung zu einer lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisung der Ketoazidose und als Folge zum diabetischen Koma führen kann.

Alarmwerte ÜberzuckerungDie Gefahr bei nicht rechtzeitiger oder ausreichender Behandlung sind eine Übersäuerung des Körpers und das diabetische Koma.

Normalerweise ist der Urin zuckerfrei. Aber bei sehr hohen Blutzuckerwerten kann die individuelle Nierenschwelle von 8,9–13,3 mmol/l (bzw. 160-240 mg/dl) überschritten werden, so dass mit der Glukose viel Wasser, Nährstoffe und Mineralstoffe ausgeschieden werden (Polyurie). Auch die entstehenden Ketonkörper sind im Urin nachweisbar.

Das durch den hohen Flüssigkeitsverlust verursachte Durstgefühl führt dazu, dass die Betroffenen viel trinken müssen (Polydipsie).