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Wie erfolgt eine Insulininjektion?

Grundsätzlich muss die Insulininjektion in das Fettgewebe unter der Haut und nicht in das darunter liegende Muskelgewebe erfolgen.  Hierdurch ist eine gleichmäßige Insulinverteilung gewährleistet.

Grafik zur Aufbau der HautDie Oberhaut, die dazu durchstochen werden muss, ist etwa 1,8 bis 2,5 mm dick. (Bei 95 % der Menschen). Die Dicke des darunter liegenden Unterhautfettgewebes variiert, abhängig von verschiedenen Faktoren wie z. B. Geschlecht, Statur, Körperregion. Mit der Insulininjektion ins Unterhautfettgewebe wird ein Insulindepot platziert, das sich mit der Zeit wieder abbaut. So erfolgt die Aufnahme des Insulins mit der richtigen Geschwindigkeit.

Um sicherzustellen, dass das Insulin ins Fettgewebe und nicht ins Muskelgewebe gespritzt wird, können Sie mithilfe von Daumen und Zeigefinger eine Hautfalte bilden. Der Einstich kann je nach Vorliebe im Winkel von 90° oder 45° erfolgen. Eine sichere Insulininjektion ist durch die richtige Kombination aus Nadellänge und Injektionstechnik gewährleistet. Fragen Sie am besten Ihren Arzt, welche Nadellänge er Ihnen empfiehlt. 

Für einen schmerzarmen Einstich:
Wechseln Sie vor jeder Injektion die Nadel und Ihre Spritzstelle. Nadeln sind für einen einmaligen Gebrauch bestimmt.


Injektionsstellen

Grafik EinstichstellenDie bevorzugten Injektionsbereiche sind Bauch, Beine und Gesäß. Um eine Injektion ins Muskelgewebe zu verhindern, sollte der Oberarm nur dann für Injektionen verwendet werden, wenn eine Hautfalte gebildet werden kann und nach Schulung durch das Diabetesteam.

Nach jeder Injektion ist die Injektionsstelle zu wechseln. Dazu ist ein leicht zu befolgender Rotationsplan besonders günstig. 

Wussten Sie…

In Deutschland verwenden gerade mal 7 % aller Menschen mit Diabetes Ihre Pen-Nadeln nur einmal. Damit sind wir Schlußlicht im Europavergleich. In Frankreich wechsenl 87 %der Verwender nach jedem Stich ihre Pen-Nadel.





Pen-Nadeln sind Einmalprodukte

Sicherlich hat Ihr behandelnder Arzt oder Ihr Diabetesteam Sie im Rahmen der Diabetesschulung schon darauf hingewiesen, dass Pen-Nadeln genauso wie auch Blutzuckerlanzetten und Spritzen als Einmalprodukte zugelassen sind. 

EinmalproduktSie sollten daher niemals mehrfach verwendet werden. Auf den Verpackungen dieser Produkte ist dies entsprechend durch eine durchgestrichene 2 gekennzeichnet.

Moderne Pen-Nadeln sind klein und ganz fein. Durch ihre Silikon-Beschichtung und den speziellen Schliff ist der Einstich kaum zu spüren. Allerdings ist die Beschichtung bereits nach dem ersten Einstich abgenutzt, die Pen-Nadeln werden  stumpfer und die Einstiche schmerzhafter. 
Darüber hinaus besteht das Risiko von sogenannten Lipodystrophien, Veränderungen und Wucherungen des Unterhautfettgewebes. 

Aber auch aus hygienischen Gründen sollte auf die mehrfache Verwendung von Nadeln verzichtet werden. Durch anhaftende Gewebereste kann die Nadel verstopfen. Damit ist nicht mehr gewährleistet, dass die benötigte Menge Insulin in den Körper gelangt, davor warnt auch der VDBD (Verband der Diabetes- Beratungs- und Schulungsberufe in Deutschland).

Abbildung Nadel neu und gebrauchtDie Regelversorgung von Menschen mit Diabetes gewährleistet eine ausreichende Anzahl von Pen-Nadeln für die Einmalverwendung. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür. Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und verwenden Sie Pen-Nadeln nur einmal.


Sichere und hygienische Entsorgung nach Gebrauch

BoxPen-Nadeln sollten nach Gebrauch so entsorgt werden, dass das Verletzungsrisiko und somit eine potenzielle Infektionsgefahr (zum Beispiel für Hausmitbewohner) sicher ausgeschaltet ist.

Diverse Gefäße im Haushalt gewährleisten dies nicht in dem gewünschten Maße. Deshalb gibt es dafür spezielle Entsorgungsboxen. Manche Hersteller von Pen-Nadeln denken weiter: Sie bieten nicht nur schmerzarme und nach den internationalen ISO-Normen hergestellte Nadeln, sondern liefern mit den Pen-Nadeln auch gleich noch  patentierte Entsorgungsboxen. Nach Verschluss können sie bequem mit dem Hausmüll entsorgt werden.