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Junge Menschen mit Diabetes

28. Mai 2014 | Menschen & Mediq

Max und Kristin

In Deutschland erkrankt ca. jedes tausendste Kind am Diabetes Typ 1. Die Krankheit kann bereits im Säuglingsalter ausbrechen. Andere bekommen sie als Kleinkinder, Teenager oder auch als Erwachsene. Wie gehen Kinder und Jugendliche mit dieser Diagnose um und muss das Leben völlig auf den Kopf gestellt werden?


Zwei junge Mediq-Kunden erzählten uns von Ihrem Leben mit Diabetes.

Bitte stellt Euch doch kurz vor!
Max:
Ich heiße Maximilian, bin 14 Jahre alt und habe Diabetes seit meinem 6. Lebensjahr. 
Kristin: Ich heiße Kristin, bin 9 Jahre alt und habe seit 3 Jahren Diabetes.

Erinnert Ihr Euch an den Tag, als Ihr erfahren habt, dass Ihr Diabetes habt?
Max:
Ja, ich erinnere mich schon, aber ich wusste damals nichts von Diabetes. Ich konnte überhaupt nicht einschätzen, was da auf mich zukommt.
Kristin: Nein, ich kann mich nicht mehr erinnern.

Wie hat sich seitdem Euer Leben verändert? 
Max: Am Anfang fand ich es sehr seltsam. Jetzt kann ich sagen, so viel hat sich nicht verändert. Natürlich achte ich viel mehr auf mich, ich muss kontrollieren, was ich wann esse und natürlich ständig meinen Blutzucker testen. Aber  ich habe schon vorher viel Tennis und Fußball gespielt und mache das jetzt auch. 

Wie oft messt Ihr Euren Blutzucker?
Max und Kristin: 6 bis 7 Mal pro Tag.

Wie oft spritzt Ihr Euch Insulin?
Max: So 6 bis 7 Mal am Tag. Dazu nehme ich meinen Insulinpen. Das Spritzen mache ich schon lange selber.
Kristin: Ich habe eine Insulinpumpe und muss mich nicht selber spritzen. 

Max, wie spritzt Du Dich in der Schule oder Deiner Freizeit, und was sagen Deine Freunde dazu?
Max: Ich packe meine Sachen aus und spritze mich. Ich habe Freunden die Krankheit erklärt und einen kleinen Vortrag in der Schule gehalten. Danach war es kein Problem.

Kristin, was sagen Deine Freunde?
Kristin: Meine Freunde kommen damit gut klar. Die passen sogar auf mich auf. Wenn mir schwindlig ist, sagen sie sofort der Lehrerin Bescheid. 

Gab es schon unangenehme Situationen mit fremden Personen?
Max:
Leute die mich nicht kennen, gucken manchmal schon ein bisschen komisch, wenn ich mich in der Öffentlichkeit z. B. im Park spritzen muss. Aber mir macht das nichts aus.
Kristin: Manche sprechen mich auf meine Pumpe an, die ich am Rücken trage. Ich sage dann immer, dass es ein mp3 Player ist.

Was nervt Euch an Diabetes am meisten?
Kristin:
Naja, dass man nicht immer das Essen kann, worauf man gerade Heißhunger hat. Leider darf ich mit der Pumpe nicht am Reck turnen. 
Max: Wenn ich meine Schwestern sehe, wenn sie einfach so sorglos Süßigkeiten naschen, dann bin ich schon ein bisschen neidisch und würde auch gern zugreifen. Ich muss immer erst überlegen, was darf ich wann, wieviel essen - und muss ich zusätzlich spritzen. Außerdem nervt mich echt das ständige Messen. Immer das Stechen in die Finger!

Fühlt Ihr Euch mit Diabetes eingeschränkt, behindert Euch der Diabetes im Alltag?
Max:
Ich komme ganz gut klar. Mit der Zeit kenne ich meinen Körper und merke, wenn der Blutzuckerwert zu hoch oder zu niedrig ist. Wenn ich allerdings Tennis spiele, ist es etwas komplizierter. Die Turniere sind sehr lang, oft bis zu 3 Stunden, und die Pausen dazwischen sehr kurz. Da muss ich echt genau aufpassen, ob ich etwas essen oder mich spritzen muss. Außerdem weiß ich, dass ich spezielle Berufe später mal nicht ausüben kann. Z. B. Fluglotse darf man mit Diabetes nicht werden. Na ja, und bald kommt das Thema Alkohol auf mich zu. Da habe ich schon in Schulungen gelernt, dass man da sehr aufpassen muss.
Kristin: Ich darf noch nicht alleine bei Freunden übernachten. Wenn, dann müssen meine Freunde bei mir übernachten.

Von wem bekommt Ihr Unterstützung?
Max:
Natürlich von meinen Eltern und meiner Ärztin.
Kristin: Mir helfen meine Freunde sehr. Sobald es mir nicht gut geht, rufen sie sofort meine Lehrerin oder einen anderen Erwachsenen.
Max: Ein ganz besonderes Erlebnis ist für mich jedes Jahr das Kinderferienlager in Hainewalde. Die Firma Mediq Direkt Diabetes hilft ja jedes Jahr mit, Kindern mit Diabetes diese 2 Wochen Ferienlager zu ermöglichen. Ich war jetzt schon 5 Mal dabei. Jedes Jahr ist es wieder toll: man kann sich mit den anderen Kindern austauschen und man merkt, dass man mit dieser Krankheit nicht alleine ist. Im Ferienlager bin ich nicht der Außenseiter, der „Andere“, der nicht alles essen darf und sich immer spritzen muss. Sondern ich bin dort ein ganz normaler Junge, einfach einer unter vielen. 
Kristin: Ich war schon zwei Mal mit im Ferienlager in Hainewalde und ich freue mich schon auf den kommenden Sommer, da möchte ich auch unbedingt wieder mit dabei sein.  Von  Mediq Direkt Diabetes bekommen wir die Teststreifen, Nadeln und Katheter und manchmal gehen wir in den Mediq Direkt Diabetesladen. Dort kann ich Fragen stellen und ich bekomme neue Produkte gezeigt.

Vielen Dank!


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