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Voraussetzung für die Insulinpumpentherapie

Seitens des Patienten:

  • Ein hohes Maß an Motivation, sich intensiv mit der eigenen Erkrankung auseinanderzusetzen.
  • Umfangreiche Kenntnisse in der Behandlung des Diabetes mellitus mit der ICT (Insulindosisanpassung, sowie Verhalten in besonderen Situationen, z. B. Sport, Krankheit usw.). Diese sollten in einer intensivierten Schulung erlangt und mindestens ein halbes Jahr erfolgreich durchgeführt worden sein.
  • Mindestens vier Blutzuckermessungen täglich (eine vor jeder Mahlzeit und vor der Nachtruhe) mit entsprechender Protokollierung müssen täglich durchgeführt werden, gelegentlich ein nächtlicher Blutzuckertest zwischen 2 und 3 Uhr. Diese Dokumentation wird inzwischen von vielen Krankenkassen verlangt, wenn Folgepumpen verordnet werden sollen. 
  • Die Bereitschaft zur dauerhaften Kooperation mit dem betreuenden Zentrum unter Berücksichtigung aller o. a. Voraussetzungen muss gegeben sein.
  • Der eigenständige Wunsch, auf die Insulinpumpentherapie umzusteigen. 
  • Die erforderliche technische Fähigkeit und Sorgfalt im Umgang mit der Insulinpumpe und ihrem Zubehör.

Indikationen zur Insulinpumpentherapie

In den Voraussetzungen für die Pumpentherapie sind gleichzeitig ihre Indikationen enthalten. Wenn diese erfüllt sind, profitieren besonders folgende Patientengruppen:

  • Diabetiker, die trotz aller Anstrengungen mit der intensivierten konventionellen Therapie unter Verwendung mehrfacher täglicher Insulininjektionen keine gute Blutglukoseeinstellung erreichen oder stark schwankende Blutzuckerwerte aufweisen.
  • Diabetiker mit dem Wunsch nach mehr Flexibilität und Lebensqualität, insbesondere beruflich, privat und sportlich aktive Menschen.
  • Diabetiker mit häufigen, schweren Unterzuckerungen, besonders nachts
  • Diabetiker mit einer verminderten Hypoglykämiewahrnehmung
  • Diabetiker mit sich abzeichnenden und bereits aufgetretenen diabetischen Folgeerkrankungen (z. B. mit einer dauerhaften schmerzhaften Neuropathie)
  • Diabetiker mit einem sehr niedrigen Insulinbedarf: kleine Mengen Verzögerungsinsulin (spätabends) wirken zu kurz (Folge: morgendliche Hyperglykämien), kleine Mengen Normalinsulin zu stark (Folge: Hypoglykämien)
  • Diabetikerinnen mit Kinderwunsch, Planung einer Schwangerschaft
  • Kinder mit schwankendem Insulinbedarf/viel Bewegung
  • Diabetiker mit Magenentleerungsstörungen