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Anlegen des Infusionssets – Tipps und Tricks

Nachfolgende Tipps und Empfehlungen sind ergänzend zu den Gebrauchsanweisungen der Hersteller zu verstehen. Ihre Berücksichtigung trägt dazu bei, das Tragen des Infusionssets über die gesamte Zeit so angenehm wie möglich zu gestalten sowie Entzündungen und Infektionen vorzubeugen.

Reinigen und Desinfizieren der Einstichstelle

Infusionssets sind sterile Einmalartikel und sollten keinesfalls mehrfach benutzt werden!
Um Infektionen vorzubeugen ist es unerlässlich, die Einstichstelle gründlich zu reinigen und zu trocknen sowie danach mit einem Hautdesinfektionsmittel zu desinfizieren.

Wechsel der Infusionssets

Im Normalfall wird der Katheter nach 1-2 Tagen gewechselt. Die Liegedauer von Teflonkanülen sollte 3 Tage nicht überschreiten. Darüber hinaus ist ein Wechsel erforderlich bei:

  • Blut im Katheter
  • unerklärbar hohen Blutzuckerwerten 
  • Rötung, Brennen, Jucken oder Schwellung der Einstichstelle 
  • Löchern oder Riss im Infusionsset
  • auslaufendem Insulin aus Infusionsset oder Einstichstelle 
  • Verhärtungen um die Einstichstelle
  • Verstopfungsalarm der Insulinpumpe (Okklusion)

Auswahl der richtigen Einstichstelle

Grafik Einstichstellen KatheterGeeignete Stellen für das Anlegen des Infusionssets sind in der Abbildung unten dargestellt. Von den meisten Pumpenträgern werden die vordere und seitliche Bauchwand bevorzugt. Ungeeignet und daher vermieden werden sollten folgende Regionen:

  • Bereich 5 cm um den Bauchnabel
  • Vorhergehende Einstichstelle
  • Narbengewebe und Muttermale
  • Verdickungen im Unterhautfettgewebe 
  • stark bewegte/aktive Bereiche (Oberschenkel)
  • Direkt über einem Knochen
  • Bereiche unter dem Hosenbund (Gürtel)
  • Bereich unter dem Autogurt
  • Tätowierte Bereiche


Wichtig ist ein regelmäßiger Wechsel der Einstichstelle. Hilfreich dabei ist ein Rotationsschema.








Einführhilfen

Einführhilfe

Einige Teflonkatheter bieten die Möglichkeit, das Einführen mit einer Setzhilfe zu erleichtern. Ein Vorteil solcher Setzhilfen liegt in dem schmerzärmeren Einführen der Kanülen.

Man unterscheidet Sets mit integrierter Stechhilfe (z. B. Cleo 90, Inset II) und Sets mit separater Einführhilfe, wie der Orbit mit DANA/Orbit Inserter oder Quickset mit dem Quickserter. 

Einführhilfen bieten Komfort und einfache Handhabung. Sie bieten auch die Möglichkeit, die Teflonkanülen an schwer zugänglichen Stellen zu platzieren, z. B. im Hüftbereich