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Diabetes von A -Z

A B C D E F G H I K L M N O P Q R S T Ü U V W Z

A

Aceton

Aceton entsteht im Körper, wenn statt Kohlenhydraten Fett zur Energiegewinnung verbrannt wird. Das ist z.B. der Fall, wenn ein Insulinmangel besteht (siehe: Keton).

Acidose

Überschuss an sauren Stoffwechselprodukten im Körper, z.B. bei einer diabetischen Ketoazidose (siehe: Diabetische Ketoazidose).

Adipositas

Krankhaftes Übergewicht, davon spricht man, wenn der BMI über 31 liegt. Adipositas ist ein Risikofaktor für den Typ-II-Diabetes.

Albumin

Proteinbestandteil des Blutes. Wird u.a. bei Nierenschädigungen über den Harn ausgeschieden (siehe: Mikroalbuminurie).

Alpha-Zellen

Zellen der Bauchspeicheldrüse. Sie bilden das Hormon Glukagon.

Alternate-Site-Testing (AST)

Blutentnahme zur Blutzuckermessung an alternativen Körperstellen (anstatt Fingerbeere oder Ohrläppchen z.B. am Unterarm). Wenn sich der Blutzuckerwert schnell ändert (z.B. nach der Insulininjektion, nach dem Essen oder bei Sport) kann das Blutzuckerergebnis vom Arm erheblich von dem der Fingerbeere abweichen.

Altinsulin

Früher gebräuchliche Bezeichnung für Normalinsulin (siehe: Normalinsulin).

Amputation

Operative Entfernung eines Körperteils. Als Spätkomplikation bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit kann es durch die Minderdurchblutung zu Nekrosen und Geschwüren kommen. Das wiederum kann dann z.B. zu einer Beinamputation führen.

Angiographie

Röntgenaufnahme zur Untersuchung der Blutgefäße nach Injektion eines Kontrastmittels.

Angiopathie

Erkrankung der Blutgefäße. Man unterscheidet zwischen: Makroangiopathie (Erkrankung der großen Arterien mit Folgen wie: Koronare Herzkrankheit, Durchblutungsstörungen in den Beinen, Wasseransammlungen in den Beinen) und Mikroangiopathie (Veränderungen an den kleinen Blutgefäßen, die häufig im Zusammenhang mit Diabetes auftreten. Durchblutungsstörungen an den Augen führen zur Retinopathie, an der Niere zur Nephropathie).

Antikoagulantien

Gerinnungshemmende Arzneistoffe (z.B. Marcumar, Heparin, Acetyl-Salicylsäure)

Antioxidantien (Radikalefänger)

Stoffe (z.B. Vitamin C), die schädliche freie Radikale im Körper neutralisieren und somit unsere Zellen schützen.

Apoplektischer Insult (= Apoplex = Schlaganfall)

Plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Durchblutungsstörung bzw. Mangeldurchblutung, durch Gefäßverschluss des Gehirns.

Arrhythmie

Herzrhythmusstörung

Arterienverkalkung

Der medinische Fachausdruck ist Arteriosklerose. Das ist eine krankhafte Veränderung der Arterienwand durch erhöhte Blutfette mit Verdickung, Verhärtung, Elastizitätsverlust und Verengung der Gefäße. Durch die Gefäßverengung kommt es zu Minderdurchblutung von Organen oder Geweben. Bei schlecht eingestellten Diabetikern kann die Arteriosklerose zu Herzinfarkt, diabetischer Nephropathie, diabetischer Retinopathie und peripherer arterieller Verschlusskrankheit führen.

Arteriosklerose

Krankhafte Veränderung der Arterienwand durch erhöhte Blutfette mit Verdickung, Verhärtung, Elastizitätsverlust und Verengung der Gefäße. Durch die Gefäßverengung kommt es zu Minderdurchblutung von Organen oder Geweben. Bei schlecht eingestellten Diabetikern kann die Arteriosklerose zu Herzinfarkt, diabetischer Nephropathie, diabetischer Retinopathie und peripherer arterieller Verschlusskrankheit führen.

AST

Siehe: Alternate-Site-Testing

Autonome diabetische Neuropahtie des Herzens

Schädigung des vegetativen Nervensystems des Herzens mit Herzrhythmusstörungen, Blutdruckregulationsstörungen, Herzinfarkt ohne Schmerzen.

Autonome diabetische Neuropathie des Magen-Darm-Traktes

Schädigung des vegetativen Nervensystems des Magen-Darm-Traktes mit Magenentleerungsstörungen durch Magenlähmung, Durchfall nach dem Essen, abwechselnd mit Verstopfung, sowie mangelnde Funktion des Schließmuskels mit Inkontinenz.

Autonome diabetische Neuropathie des Urogenitalsystem

Schädigung des vegetativen Nervensystem des Urogenitalsystems mit Blasenlähmung, Blasenentleerungsstörungen, erektile Impotenz, erhöhte Gefahr von Harnwegsinfekten.

B

Basale Insulinversorgung

Der Körper benötigt auch Insulin, wenn wir keine Nahrung zu uns nehmen. Dieser Grundbedarf wird meist durch Basal- oder Verzögerungsinsulin gedeckt.

Basalinsulin

Siehe: Verzögerungsinsulin

Basalrate

Abdeckung der Grundinsulinversorgung für die Versorgung der Organe mit Glukose. Sie ist mahlzeitenunabhängig und variiert im Tagesverlauf. Die Insulinpumpentherapie bietet die Möglichkeit, die Basalrate individuell einzustellen und den unterschiedlichen Anforderungen anzupassen (z.B. Schichtarbeit).

Basis-Bolus-Prinzip

Basalinsulin deckt den Grundbedarf an Insulin (Basis), die Mahlzeiten werden mit schnell wirkendem Bolus-Insulin abgedeckt (siehe: Intensivierte konventionelle Insulintherapie).

Bauchspeicheldrüse (Pankreas)

Die Bauchspeicheldrüse (Pankreas) liegt hinter dem unteren Teil des Magens und hat etwa die Größe einer Hand. Sie produziert unter anderem das Insulin. Beim Typ-I-Diabetiker erliegt die Insulinproduktion, beim Typ-II-Diabetiker wird nicht genügend Insulin produziert.

BE

Siehe: Broteinheiten

Bilirubin

Abbauprodukt des Blutfarbstoff Hämoglobin. Das Vorkommen von Bilirubin im Harn kann mit Hilfe von Harnteststreifen überprüft werden und ist ein Hinweis auf Lebererkrankungen.

Blindheit

Siehe: Diabetische Retinopathie

Blutdruck

Der in Blutgefäßen und Herzkammern herrschende Druck. Normalwerte: 130/85 mmHg

Blutfette

Sammelbegriff für Cholesterin, HDL-, LDL-Cholesterin und Triglyceride.

Bluthochdruck

Siehe: Hypertonie

Blutmenge

Die Teststreifen aktueller Geräte benötigen 0,3-4µl Blut. Bei kleineren Blutmengen können die Messwerte stärker vom Sollwert abweichen. Deshalb ist es wichtig, auf einen ausreichend großen Blutstropfen beim Auftragen zu achten.

Blutplasma

Blutplasma ist die Blutflüssigkeit ohne Blutzellen (Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten).

Blutzucker

Im Blut gelöste Glukose.

Blutzuckerspiegel

Glukosekonzentration im Blut. Mit Hilfe eines Blutzuckertestgeräts kann der Blutzuckerwert ermittelt werden. Normalbereich: 70-160 mg/dl (im Kapillarblut).

Body-Mass-Index (BMI)

Verhältnis von Körpergröße zu Körpergewicht. BMI = Körpergewicht (kg) geteilt durch das Quadrat der Körpergröße (m²). Werte unter 19 bedeuten "Untergewicht". Werte über 25 sind zu hoch und bedeuten "starkes Übergewicht".

Bolus (Boli)

Insulin, das als Einmalgabe gespritzt wird, um die Mahlzeitenglucose zu verwerten oder einen hohen Blutzuckerwert zu korrigieren. Bei der Insulinpumpentherapie gibt es je nach Pumpe unterschiedliche Varianten, z.B. eine Abgabe über längere Zeit oder eine Kombination aus schneller Abgabe und verlängerter Abgabe.

Broteinheiten (BE oder KHE)

Schätzeinheit für die Kohlenhydrate (ohne Ballaststoffe), die in einem Lebensmittel enthalten sind. 1 BE (z. B. 100g Apfel) entspricht 10-12g Kohlenhydrate.

B-Zellen

Insulinproduzierende Zellen der Bauchspeicheldrüse.

C

Carotispuls

Puls, gemessen an der Halsschlagader.

Cholesterin

Fett, dass in nahezu allen Geweben des menschlichen Organismus vorkommt und viele wichtige Aufgaben hat. Es wird zum Teil mit der Nahrung aufgenommen (Eidotter, tierische Fette), zum anderen Teil produziert der Körper selbst Cholesterin.

Cholesterinwert

Der Cholesterinwert sagt aus, wie hoch das Cholesterin im Blut ist. Ständig erhöhte Cholesterinwerte können die Entstehung von Arteriosklerose fördern. Der Gesamtcholesterinwert sollte unter 200 mg/dl liegen, HDL-Cholesterin sollte über 40 mg/dl liegen und LDL-Cholesterin sollte unter 130 mg/dl liegen.

Chronische Niereninsuffizienz

Langsam zunehmende Nierenfunktionsstörung, die zur völligen Funktionsunfähigkeit der Nieren führen kann. Die chronische Niereninsuffizienz kann als Spätkomplikation im Zusammenhang mit Diabetes entstehen.

Codierung

Einstellen von Messgeräten auf eine bestimmte Messwertkorrektur zum Ausgleich chargenbedingter Unterschiede. Zur Codierung werden verschiedene Techniken angeboten: manuelle Eingabe des Code, Codier-Chip oder automatische Codierung. Nur eine korrekte Codierung gewährleistet eine optimale Anpassung an die momentan verwendeten Teststreifen.

Coma diabeticum

Bewusstlosigkeit (griechisch: tiefer, fester Schlaf) ausgelöst durch akuten Insulinmangel, meist mit Ketoazidose. Ein diabetisches Koma ist ein schwerer Notfall mit Lebensgefahr.

coulometrisch

Sonderform der elektrosensorischen Messtechnik (siehe: elektrosensorischen). Durch enzymatische Reaktion entstehende Elektronen werden als Ladung registriert.

CSII (Insulinpumpentherapie)

Abkürzung für kontinuierliche subkutane Insulininfusion. Die CSII ist die fortschrittliche Form der Insulintherapie. Das Insulin wird kontinuierlich und variabel mit Hilfe einer Insulinpumpe abgegeben.

D

Dawnphänomen (Dämmerungsphänomen)

Blutzuckeranstieg am frühen Morgen, ca. nach 3 Uhr, durch die Ausschüttung verschiedener Hormone, die der Insulinwirksamkeit entgegen wirken.

Depotinsulin

Verzögerungsinsulin mit verlängerter Wirkdauer durch langsame Freisetzung des Insulins aus dem gespritzten Depot.

Desinfektion

Verfahren zur gezielten, nicht vollständigen Abtötung krankmachender Keime.

Dextrose

Siehe: Glukose

Diabetes mellitus

Chronische Störung der Glukoseverwertung mit erhöhtem Blutzuckerspiegel, durch Insulinmangel, oder durch verminderte Reaktionsfähigkeit des Körpers auf Insulin (siehe: Typ-I-Diabetes und Typ-II-Diabetes).

Diabetiker Tagebuch

Heft zur Aufzeichnung über die häusliche Blutzucker-Selbstkontrolle.

Diabetische Ketoazidose

Akute, lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung bei Diabetes mellitus mit zu hohen Glukosewerten, ausgelöst durch Insulinmangel. Als Ersatzenergie verbrennt der Körper Fett, wobei Ketone entstehen, was zur Übersäuerung des Blutes führt (siehe: Acidose).

Diabetische Nephropathie

Nierenerkrankung und häufige Folgeerkrankung bei Diabetes, entstanden durch eine Störung der Durchblutung der kleinsten Blutgefäße in der Niere. Im Frühstadium ist dies erkennbar durch Mikroalbuminurie. Über Jahre kann die Schädigung zu einer chronischen Niereninsuffizienz, bis hin zum völligen Funktionsverlust beider Nieren führen und damit zur Dialysepflicht.

Diabetische Retinopathie

Erkrankung der Netzhaut, die von der Sehbehinderung bis hin zur Erblindung führen kann. Durch die andauernd erhöhten Blutzuckerwerte können die feinen Blutgefäße geschädigt werden, so dass Einblutungen und Durchblutungsstörungen auftreten. Zur Überprüfung des Augenhintergrundes und der Netzhaut sollte jeder Diabetiker mindestens einmal im Jahr eine augenärztliche Untersuchungdurchführen lassen.

Diabetischer Fuß

Geschwür an den Füßen des Diabetikers, bedingt durch ein Zusammenspiel von Durchblutungsstörungen, Nervenschädigung und erhöhter Neigung zu Entzündungen. Nur durch regelmäßige Kontrolle der Füße und schnelle Behandlung durch Fachkräfte kann eine schwere Gewebsschädigung und Wundinfektion verhindert werden, die in schweren Fällen zur Amputation führen kann.

Diabetisches Koma

Bewusstlosigkeit ausgelöst durch akuten Insulinmangel, meist mit Ketoazidose. Ein diabetisches Koma ist ein schwerer Notfall mit Lebensgefahr.

Diabetologie

Medizinische Fachrichtung, die sich mit der Behandlung des Diabetes beschäftigt.

Dialyse ("künstliche Niere")

Maschinelles Blutreinigungsverfahren beim Versagen der Nieren (z.B. durch fortschreitende diabetische Nephropathie).

Diastolischer Blutdruck

Blutdruckwert bei Erschlaffung des Herzmuskels. Normalwert: bis 80 mmHg

Distale Polyneuropathie

Diabetesspezifische Krankheit der Nerven, die die Muskeln und die Haut versorgen, verursacht durch schlechte Stoffwechseleinstellung, sowie durch die Störung der Durchblutung der kleinen Blutgefäße der Nerven. Die periphere Polyneuropathie (auch distale Polyneuropathie genannt) kann sich durch verminderte Schmerzempfindung ebenso wie durch Missempfindungen und Schmerzen in den Füßen, Beinen und Händen zeigen. Diese sogenannte diabetische Neuropathie kann auch die Nerven des Herzens, des Magen-Darm-Traktes, des Urogenitalsystems befallen (siehe: Autonome diabetische Neuropathie).

E

elektrosensorisch

Messtechnik, bei der auf dem Teststreifen aufgebrachte Reagenzien und Enzyme mit der Blutglucose unter Bildung von Elektronen reagieren. Diese werden als Strom gemessen. Elektrosensoren benötigen etwas weniger Blut als Teststreifen, die reflexionsphotometrisch arbeiten (siehe: reflexionsphotometrisch).

Ergonomie

Befasst sich mit der Optimierung von Leistungsfähigkeit, Gesundheit, Sicherheit und Behaglichkeit des Menschen sowie mit der Optimierung der aufeinander einwirkenden Bestandteile der Mensch-Maschine-Systeme bei der Arbeit, zu Hause und beim Spiel.

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen. Sie transportieren den lebenswichtigen Sauerstoff und Kohlendioxid.

F

Fäces

Stuhl

Freie Radikale

Reaktionsfreudige Stoffe, die durch Stoffwechselprozesse im Körper entstehen, aber auch z.B. durch Umweltgifte, UV-Strahlungen und Zigarettenrauch.

Fruchtzucker

Siehe: Fruktose

Fruktose (Fruchtzucker)

Fruktose ist als Zuckeraustauschstoff in vielen Diät- und Diabetikerprodukten enthalten. Fruktose ist ein Süßungsmittel mit niedrigem glykämischen Index, d. h. sie wird langsam vom Körper aufgenommen und der Blutzuckerspiegel steigt nur langsam an. Achtung: Fruktose kann in größeren Mengen abführend wirken.

G

Gangrän

Gewebsnekrose durch Mangelversorgung des Gewebes (siehe: Diabetischer Fuß).

Gastroparese

Magenlähmung (siehe: Autonome diabetische Neuropathie des Magen-Darm-Traktes)

Gehirnschlag

Plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Durchblutungsstörung bzw. Mangeldurchblutung, durch Gefäßverschluss des Gehirns.

Gestationsdiabetes

Siehe: Schwangerschaftsdiabetes

Glucosurie

Ausscheidung von Glucose mit dem Harn. Bei hohen Blutzuckerwerten (> 180 mg/dl) wird Glucose über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Mit Hilfe von Harnteststreifen kann das Auftreten von Glukose im Urin beobachtet werden.

Glukagon

Glukagon ist der Gegenspieler des Insulins. Die Ausschüttung von Glukagon führt zu einer Erhöhung des Blutzuckerspiegels.

Glukagon-Test

Dient zum Test der Insulinsekretion und zur Unterscheidung Diabetes Typ I oder II. Die ß-Zellen werden durch eine Glukagoninjektion stimuliert. Dadurch wird bei sekretionsfähigen ß-Zellen Insulin ausgeschüttet. Dieses selbst oder ein Abspaltprodukt des Insulinvorläufers C-Peptid wird zum Zeitpunkt der Injektion und 6 Min. danach bestimmt. Bei Typ-1-Diabetikern fehlt die Sekretion meist völlig.

Glukose (Traubenzucker)

Ist ein lebenswichtiger Energielieferant für die Körperzellen des Organismus.

Glykämischer Index (GlyX)

Der glykämische Index gibt Verzögerung, Dauer und Höhe des Blutzuckeranstiegs nach dem Verzehr von kohlenhydratreichen Lebensmitteln an (d.h. Lebensmittel mit hohem GlyX lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und Lebensmittel mit niedrigem GlyX lassen den Blutzuckerspiegel langsam ansteigen).

Glykogen

Glykogen ist die Speicherform des Zuckers in Leber und Muskulatur.

H

halbautomatisch

Bei Insulinpens verwendete Technik, um den Kraftaufwand bei der Injektion zu minimieren. Auf Knopfdruck wird das Insulin automatisch abgegeben.

Hämatokrit (HKT)

Gibt Auskunft über den prozentualen Anteil an Blutzellen zum Gesamtblutvolumen. Hämatokrit-Werte außerhalb des Normalbereichs führen zu fehlerhaften Messwerten.

Hämoglobin (Hb)

Roter Blutfarbstoff und Bestandteil der Erythrozyten. Man unterscheidet, je nach Zusammensetzung, verschiedene Sorten des Hämoglobins. Beim Diabetiker kann man durch die Bestimmung des Hämoglobin A1c (kurz HbA1c) eine Aussage über die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 8-10 Wochen treffen. Das HbA1c ist somit sozusagen eine Art Blutzucker-Langzeitgedächtnis des Körpers.

Handheld-Computer

Bei einem Handheld handelt es sich um einen Computer der so klein ist, dass er in der Hand gehalten werden kann. Ein Handheld ist jedoch kein vollwertiger Computer, sondern ein Gerät für nur bestimmte Anwendungszwecke.

Harnsäure

Entsteht im Körper als Abfallprodukt des Stoffwechsels und wird über die Nieren ausgeschieden. Erhöhte Harnsäurewerte bei Diabetes können im Rahmen einer Ketoazidose vorkommen und stehen auch im Zusammenhang mit Gichterkrankungen).

Hautantiseptikum

Mittel zur Desinfektion der Haut.

HbA1c

Beim Diabetiker kann man durch die Bestimmung des Hämoglobin A1c (HbA1c) eine Aussage über die durchschnittliche Blutzuckerkonzentration der letzten 8-10 Wochen treffen. Das HbA1c ist somit sozusagen eine Art Blutzucker-Langzeitgedächtnis des Körpers.

HDL-Cholesterin

HDL-Cholesterin wird in der Leber und im Darm gebildet. Es besteht zu 50% aus Eiweiß und zu 50% aus Fetten und hat Schutzfunktion für unsere Gefäße (Arteriosklerose), weil es freies Cholesterin aus den Zellen aufnehmen kann. Normwert: über 40mg/dl

Herzinfarkt

Plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Durchblutungsstörung bzw. Mangeldurchblutung durch Gefäßverschluss des Herzmuskels.

Humaninsulin

Insulin mit identischer Eiweißstruktur, wie das in der menschlichen Bauchspeicheldrüse gebildete Insulin, im Gegensatz zu tierischen Insulinen oder Insulin-Analoga mit modifizierter Eiweißstruktur.

Hydrophob

Wasserabweisend

Hyperglykämie

Überzuckerung, schwere Entgleisung des Stoffwechsels durch stark erhöhten Blutzuckerspiegel infolge Insulinmangels. Die unbehandelte Hyperglykämie kann beim insulinpflichtigen Diabetiker zum Coma diabeticum führen (siehe: Coma diabeticum).

Hyperglykämisches, hyperosmolares Koma

Komaform durch extrem erhöhten Blutzuckerspiegel beim Typ-II-Diabetiker, gekennzeichnet durch extreme Austrocknung des Körpers.

Hypertonie

Bluthochdruck; der Blutdruck gilt als zu hoch, wenn er 140/90 mmHg überschreitet. Ein erhöhter Blutdruck gilt neben Diabetes, erhöhten Cholesterinwerten und Rauchen als Risikofaktor für Arteriosklerose.

Hypoallergen

Mit wenig oder keinen allergieauslösenden Eiweißen.

Hypoglykämie

Schwere Entgleisung des Stoffwechsels durch Glucosemangel (Ursache z.B. Überdosierung von Insulin, unterlassene KH-Zufuhr, ungewohnte körperliche Belastung). Die Nervenzellen des Gehirns können nur Glukose als Energiequelle nutzen. Fällt der Blutzuckerspiegel unter 40-70 mg/dl können Orientierungsprobleme, Sprachprobleme, Tunnelsichtigkeit, bis hin zur Bewusstlosigkeit entstehen.

Hypotonie

Niedriger Blutdruck (systolische Werte unter 105 mm Hg).

I

ICT

Siehe: Intensivierte konventionelle Insulintherapie

Impotenz

Erektive Dysfunktion (ED), Erektionsstörungen, Unfruchtbarkeit. Eine Erektion entsteht durch das Zusammenspiel von Nervensystem, Durchblutung, Hormonen und Psyche, so dass vielfältige Ursachen bei Problemen möglich sind.

Infrarot-Schnittstelle

Kabellose Datenübertragungsmöglichkeit via Infrarot zwischen technischen Geräten, z.B. Blutzuckermessgerät und PC.

Infusion

Im klinischen Sprachgebrauch versteht man unter Infusion (lat. Infundere = hineingießen) eine Medikamentengabe (auch andere medizinische Flüssigkeiten) direkt in den Körper (z.B. in eine Vene).

Infusionssystem

Infusionssysteme stellen die Verbindung zwischen Infusionsvorrat und Körper her. Insulinpumpen und Katheter gehören dazu.

Injektionskanüle

Hohlnadel unterschiedlicher Stärke und Länge mit Spritzenansatz.

Inkontinenz

Unvermögen, Harn- oder Stuhlabgang willentlich zurückzuhalten. Eine mögliche Spätfolge bei Diabetes können Harn- und Stuhlinkontinenz durch Nervenschädigungen des Magendarmtraktes, sowie des Urogenitalsystems, sein.

Insertionswinkel

Der Insertionswinkel ist der Winkel, in dem man die Spritzenkanüle in die Haut einführt.

Insulin

Ein in der Bauchspeicheldrüse hergestelltes Hormon. Es wird benötigt, damit die Körperzellen den lebenswichtigen Energielieferanten Glukose aufnehmen können. Gebräuchliches Insulin ist entweder gentechnisch hergestelltes Insulin (siehe: Humaninsulin) oder tierisches Insulin vom Rind oder Schwein.

Insulin-Einheit (I.E., U)

Gibt die Konzentration von Insulin an. Es sind zwei Konzentrationen auf dem Markt: U100 (100 Einheiten pro ml) und U40 (40 Einheiten pro ml). International und für Insulinpens ist U100 gebräuchlich.

Insulinpumpe

Kleines Gerät zur permanenten Insulinzufuhr über einen Katheter unter die Haut. Damit ist eine kontinuierliche, basale Insulinversorgung möglich; außerdem kann zu allen Mahlzeiten ein Bolus abgegeben werden. Die erste Insulinpumpe wurde 1974 eingesetzt.

Insulinresistenz (Insulinunempfindlichkeit)

Die Körperzellen reagieren zu wenig bis gar nicht auf Insulin und sind damit insulinresistent.

Intensivierte konventionelle Insulintherapie (ICT)

Moderne Insulintherapie mit flexibler Anpassung an den Alltag, mit mehrmals täglicher Blutzuckerselbstkontrolle und mehrfach täglicher Insulinabgabe. Zu den Mahlzeiten wird kurzwirksames Insulin, unter Berücksichtigung des aktuellen Blutzuckers und der Mahlzeitengröße, gespritzt. Die Basalversorgung erfolgt über verzögert wirkendes Insulin.

Interface

Das Wort kommt aus dem Englischen und bedeutet Schnittstelle.

Interfacekabel

Schnittstellenkabel, mit dessen Hilfe man ein externes Gerät an einen Computer anschließen kann.

K

Kalibrierung

Gibt an, auf welche Vergleichswerte sich die Messwerte des Gerätes beziehen. Diese unterschiedlich hohen Vergleichswerte ergeben sich aus der verwendeten Blutprobe (kapilläres Vollblut, venöses Vollblut, Blutplasma).

Kalorien

Siehe: Kilokalorien

Kanüle

Geschliffene Hohlnadel, die in die Haut eingeführt wird und über die Flüssigkeiten (z.B. Insulin) injiziert werden.

Kapillarvollblut

Vollblut (Plasma mit Blutzellen), das aus den Kapillaren kommt. Dieses Blut wird aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen entnommen und zur Blutzuckerbestimmung verwendet.

Katheter

Flexibler Schlauch zum Transport von medizinischen Flüssigkeiten.

Ketoazidose

Siehe: Diabetische Ketoazidose

Keton

Wenn dem Körper durch Insulinmangel keine Glucose zur Energiegewinnung zur Verfügung steht, greift er auf Fettdepots zurück. Ein Abfallprodukt daraus sind die Ketone. Das Vorkommen von Ketonen im Urin (sogenannte Ketonurie) kann mit Hilfe von Teststreifen gemessen werden.

Ketonkörper

Siehe: Keton

Ketonurie

Vorkommen von Ketonen im Urin (siehe: Keton).

Kilojoule

Maßeinheit für den Energiewert von Lebensmitteln.

Kilokalorien

Alte Maßeinheit für den Energiewert (Nährwert) von Lebensmitteln. Eine Kilokalorie entspricht 4,18 Kilojoule.

Kohlenhydrate

Neben Fetten und Eiweißen einer der drei Grundnährstoffe. Der Blutzucker wird hauptsächlich durch den Verzehr von Kohlenhydraten beeinflusst.

Kontrolllösung

Lösung zur Kontrolle von Blutzuckermessgeräten und deren Teststreifen.

Konventionelle Insulintherapie

Fixe Gabe eines Mischinsulins vor dem Frühstück und dem Abendessen.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Herzerkrankung mit unzureichender Durchblutung des Herzmuskels, ausgelöst durch verengte („verkalkte“) Herzkranzgefäße.

L

Langerhans`sche Inselzellen

Sammelbegriff für unterschiedliche Zellen (Alpha-, Beta- und Delta-Zellen) innerhalb der Bauchspeicheldrüse die verschiedene Hormone (u. a. Insulin) produzieren und ans Blut abgeben.

Langzeitinsulin

Sehr lang wirkendes Insulin (bis zu 24 Stunden), dessen Wirkung erst nach 3-4 Stunden einsetzt.

Lanzette

Kleine, scharf und spitz geschliffene Nadeln zum Durchstechen der Haut zur Gewinnung von Blut aus der Fingerbeere oder dem Ohrläppchen. Sie werden meist mit Hilfe einer Stechhilfe verwendet.

Lanzettenführung

Schafft der Stechhilfe, in den die Lanzette zur Injektion eingeschoben wird.

LDL-Cholesterin

LDL-Cholesterin wird in der Leber gebildet. Es besteht zu 75% aus Fetten und nur zu 25% aus Eiweiß und soll dementsprechend niedrig sein im Blutbild. Bei hohen LDL-Cholesterinwerten lagert es sich an den Gefäßwänden ab und ist somit ein Risikofaktor für Arteriosklerose. Normwert: unter 155 mg/dl

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen. Sie bilden zusammen mit anderen Organen das Immunsystem (Abwehrsystem) und sind zuständig für die Abwehr von Krankheitserregern.

Leukozyturie

Weiße Blutkörperchen werden mit dem Urin ausgeschieden. Mit Hilfe von Harnteststreifen können Leukozyten im Urin nachgewiesen werden.

Luer-Lock-Anschluss

Universalanschluss bei Spritz- und Kathetersystemen, z.B. zur Verbindung von Reservoiren und Kathetern.

M

Messküvetten

Gefäß oder Kapillare aus optisch neutralem Material zur Aufnahme von flüssigen Substanzen (z. B. Blut) für optische Messzwecke (z. B. Hemocue Messküvetten).

Messzeit

Liegt bei aktuellen Geräten zwischen 5-30 Sekunden.

Metabolisches Syndrom

Gemeinsames Auftreten von Übergewicht, erhöhten Blutfetten, erhöhtem Blutdruck und Typ-II-Diabetes. Bei Patienten mit metabolischem Syndrom ist das Risiko für Gefäßschäden mit Arteriosklerose und Folgen wie Herzinfarkt sowie Schlaganfall stark erhöht.

Mikroalbuminurie

Ausscheidung von kleinen Eiweißmolekülen im Urin (in Konzentrationen von 20-200 mg/l). Es kann ein Hinweis auf diabetische Folgeschäden an der Niere sein. Bei mehr als 200 mg/l spricht man von einer Makroalbuminurie. Mit Hilfe von Harnteststreifen kann eine Mikro- bzw. Makroalbuminurie nachgewiesen werden.

Mischinsulin

Ausscheidung von kleinen Eiweißmolekülen im Urin, dass kann ein Hinweis auf diabetische Folgeschäden an der Niere sein. Mit Hilfe von Harnteststreifen kann eine Mikroalbuminurie nachgewiesen werden.

Myocardinfarkt

Siehe: Herzinfarkt

N

Nadellänge

Je nach Hersteller 5-12,7mm. Bei idealer Länge werden weder Blutgefäße verletzt noch tropft Insulin aus der Einstichstelle heraus. Für Personen mit geringem Fettgewebe, Kindern oder steilem Einstichwinkel reichen kurze Nadeln aus, bei flacherem Einstich oder stärkerem Fettgewebe sollten längere Nadeln gewählt werden.

Nephropathie

Siehe: Diabetische Nephropathie

Neuropathie

Nervenschädigungen, beim Diabetiker können durch schlechte Stoffwechseleinstellung die Nerven der Beine, Füße und Arme (siehe: periphere diabetische Polyneuropathie) geschädigt werden, sowie die Nerven verschiedener Organe wie Herz, Magen, Darm, Blase (siehe: Autonome diabetische Neuropahtie).

Neutralfette

Siehe: Triglyceride

Nierenschäden

Siehe: Diabetische Nephropathie

Nierenschwelle

Blutzuckerkonzentration (zwischen 150 und 200 mg/dl) bei der die Nieren die Blutglucose nicht mehr zurückhalten können und dadurch beginnen die Glukose über den Harn auszuscheiden. Mit Hilfe von Harnteststreifen können man das Vorhandensein von Glucose im Urin feststellen.

Nitrit

Nitrit ist ein Salz. Das Vorkommen von Nitrit im Harn (z.B. bei Nierenerkrankungen) kann mit Hilfe von Teststreifen nachgewiesen werden.

Normalinsulin

Kurzwirkendes, i. d. R. gentechnisch hergestelltes Insulin. Wirkbeginn nach Injektion: ca. 30 Minuten, Wirkdauer: 2-3 Stunden.

Not-BE

So werden schnellwirksame Kohlenhydrate in Form von Traubenzucker oder Flüssigzucker bezeichnet. Jeder Diabetiker sollte neben seinen blutzuckersenkenden Medikamenten solche Not-BE`s bei sich haben, um Unterzuckersymptomen schnell entgegenwirken zu können.

O

Orale Antidiabetika

Blutzuckersenkende Tabletten, diese Therapieform ist bei Typ-II-Diabetikern angezeigt, denn Voraussetzung dafür ist, dass die Bauchspeicheldrüse noch Insulin produziert.

Oxidativer Stress

Überschuss an freien Radikale im Blut.

P

Pankreas

Siehe: Bauchspeicheldrüse

Paradigm Adapter

Spezielles Anschluss-System zur Verbindung von PARADIGM Reservoiren und PARADIGM Kathetern.

Pen

Der Insulin-Pen ist ein modernes Injektionssystem, das aussieht wie ein Füllfederhalter und mit gefüllten Insulinampullen bestückt wird.

Penkanüle

Spezielle Kanüle zum Aufdrehen oder Aufklicken auf einen Insulinpen.

periphere Arterielle Verschlusskrankheit

Verengung und Verschluss von Gefäßen der Extremitäten (Arme, Beine) durch Arteriosklerose. Die pAVK kann als Spätkomplikation bei Diabetes auftreten und im schlimmsten Fall zur Amputation führen.

periphere diabetische Polyneuropathie

Diabetesspezifische Krankheit der Nerven, die die Muskeln und die Haut versorgen, verursacht durch schlechte Stoffwechseleinstellung, sowie durch die Störung der Durchblutung der kleinen Blutgefäße der Nerven. Die periphere Polyneuropathie kann sich durch verminderte Schmerzempfindung ebenso wie durch Missempfindungen und Schmerzen in den Füßen, Beinen und Händen zeigen. Diese sogenannte diabetische Neuropathie kann auch die Nerven des Herzens, des Magen-Darm-Traktes, des Urogenitalsystems befallen (siehe: Autonome diabetische Neuropahtie).

PH-Wert

Der PH-Wert sagt aus, wie sauer oder basisch (Körper-)Flüssigkeiten (Urin, Blut) sind. Mit Hilfe von Teststreifen kann der PH-Wert im Urin gemessen werden.

plasmakalibriert

Der Blutzuckerwert wird direkt im Blutplasma gemessen, indem z.B. bei kapillärem Vollblut die Zellbestandteile mittels eines Filters abgetrennt werden. Die Werte sind ca. 15% höher als Werte, die aus kapillären Vollblutmessungen gewonnen werden. Plasmakalibrierte Werte werden als internationaler Standard betrachtet (siehe: Kalibrierung).

plasmakorrigiert

Die aus kapillärem Vollblut gemessenen Werte werden so umgerechnet, dass sie mit Referenzwerten aus Blutplasma vergleichbar sind. Plasmakorrigierte Werte sind ca. 15% höher als die in Vollblut gemessenen Werte und werden als internationaler Standard betrachtet (siehe: Kalibrierung).

Präoperativ

Vor einer Operation

Proteine

Proteine sind Eiweiße. Das Vorkommen von Proteinen im Harn (z.B. bei diabetesspezifischen Nierenerkrankungen oder Infektionen) kann mit Hilfe von Teststreifen gemessen werden.

Prothrombinzeit

Siehe: Quickwert

Puls

Die Dehnung der arteriellen Gefäße, die bei jedem Herzschlag stattfindet. Mit der Pulswelle wird das Blut in den Körper transportiert. Normalwert: 60-80 Schläge pro Minute.

Q

Quick-Release-Entkopplungseinheit

Katheterkupplung für leichtes Ent- und Wiederankuppeln des Insulinkatheters an die Kanüle.

Quickwert

Gerinnungswert; Labortest zur Kontrolle der Gerinnungsfähigkeit des Blutes. Mit dem Quick-Test wird die medikamentöse Behandlung mit sog. Gerinnungshemmern ständig kontrolliert (siehe: Antikoagulantien).

R

Radikalefaenger

Siehe: Antioxidantien

reflexions-photometrisch

Messtechnik, bei der auf dem Teststreifen aufgebrachte Reagenzien und Enzyme mit der Blutglucose mit einem Farbumschlag reagieren. Diese Farbveränderung kann entweder mit dem bloßen Auge oder mit einem Messgerät erfasst werden. Solche Geräte verwenden eine Messoptik, die bei Verschmutzung gereinigt werden muss.

S

Schlaganfall

Plötzlich auftretende, lebensbedrohliche Durchblutungsstörung bzw. Mangeldurchblutung, durch Gefäßverschluss des Gehirns.

Schwangerschaftsdiabetes

Diabetesform, die sich aufgrund der Hormonumstellung in der Schwangerschaft entwickeln kann. Meist verschwindet der Gestationsdiabetes nach der Geburt wieder, das Risiko für eine spätere Manifestation eines Typ-II-Diabetes bleibt erhöht. Auch der Schwangerschaftsdiabetes muss optimal behandelt werden, um die Entwicklung des ungeborenen Kindes nicht zu gefährden.

SEA

Siehe: Spritz-Ess-Abstand

Selbstkontrolle

Die selbständige Blutzucker- und Harnkontrolle des Patienten.

Semipermeabel

Halbdurchlässig im Gegensatz zu ganz durchlässig.

Skalierung

Gibt die kleinste Unterteilung der Skala an.

Software

Software bezeichnet die Gesamtheit aller Programme und deren Dokumentation, die auf einem Computer eingesetzt werden können.

Spritz-Ess-Abstand (SEA)

Die Zeit zwischen der Injektion von Normalinsulin und der Nahrungsaufnahme bei Wirkantritt des Insulins.

Stechhilfe

Gerät, das zur Gewinnung eines Blutstropfens dient und mit passenden Einmallanzetten versehen wird.

Stechtiefe

Betrifft Geräte zur Gewinnung von Blutstropfen durch Einstich in die Haut. Kann bei vielen Geräten variabel eingestellt werden. Die Stechtiefe sollte so eingestellt werden, dass sich möglichst schmerzarm und ohne Quetschen nach dem Einstich ein Blutstropfen bildet.

Steril

Absolute Keimfreiheit (z.B. Kanülen werden keimfrei verpackt zur Vermeidung von Infektionen).

Stoma

Operativ hergestellte Öffnung an einem Hohlorgan (z. B. künstlicher Darmausgang über die Bauchdecke).

Subkutane Injektion

Einspritzung von Medikamenten wie z. B. Insulin unter die Haut.

Systolischer Blutdruck

Blutdruckwert beim Zusammenziehen des Herzmuskels mit gleichzeitigem Blutauswurf in den Körper. Der Blutauswurf und somit der Druckanstieg sind als Pulswelle spürbar. Normalwert: bis 130 mmHg

T

Teflonkanüle

Spezielle, biegsame Kanüle aus Spezialkunststoff. Kann bis zu 2-3 Tagen im Gewebe verbleiben, bevor sie gewechselt werden muss.

Telemedizin

Medizinische Versorgung mit Hilfe von Telekommunikationstechnik (z. B. Telefongespräch zwischen Arzt und Patient). Für Diabetespatienten ist im Hinblick auf die Telemedizin besonders interessant die Datenübermittlung von z. B. Blutzuckerwerten übers Internet zum Arzt. Der behandelnde Arzt kann unmittelbar in die Behandlung eingreifen, ohne dass kostbare Zeit verloren geht. Das modulare MWD Diabetesmanagement-System bietet Ihnen die Möglichkeit Blutzuckerdaten zu erfassen, sowie weitere Daten einzugeben wie BE`s, Insulin oder die momentane Befindlichkeit. Mit der dazugehörigen Software können Sie dann alle eingegebenen Daten auswerten.

Thin-Wall-Technologie

Kanülen mit extra dünner Wandstärke ("Thin Wall"), um dünne Nadeln mit großem Durchfluss zu schaffen.

Thromboplastinzeit

Siehe: Quickwert

Thrombozyten

Blutplättchen; Zellen im Blut, die zur Blutgerinnung benötigt werden.

Traubenzucker

Siehe: Glukose

Triglyceride

Gehören zur Stoffklasse der Fette und dienen dem Körper als Energieträger. Sie werden sowohl mit der Nahrung aufgenommen, als auch vom Körper selbst hergestellt.

Typ-I-Diabetes

Beruht auf einem Mangel an Insulin, hervorgerufen durch Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, infolge einer Fehlsteuerung der körpereigenen Abwehr (Immunsystem). In der Regel sind jüngere Menschen davon betroffen. Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 10 und 15 Jahren. Deshalb wurde der Typ-I-Diabetes früher auch als "jugendlicher oder juveniler Diabetes" bezeichnet. Doch auch ältere Erwachsene können daran noch erkranken.

Typ-II-Diabetes

Dieser Diabetes-Typ ist die häufigste Form der Zuckerkrankheit. Etwa 90% aller an Diabetes Erkrankten sind davon betroffen. Da in der Vergangenheit meistens über 40-jährige Erwachsene davon betroffen waren, wurde er daher auch als "Altersdiabetes" bezeichnet. Inzwischen tritt er allerdings immer häufiger auch bei den Kindern und Jugendlichen auf. Ursache für die Entstehung sind veränderte Lebens- und Ernährungsgewohnheiten und damit verbunden Übergewicht, ungesunde und übermäßige Ernährung sowie Bewegungsmangel. Der Verlauf ist meist schleichend, die Erkrankung daher lange Zeit unbemerkt. Bei diesem Diabetes-Typ produziert die Bauchspeicheldrüse noch selbst Insulin, das vorhandene Insulin kann aber nicht richtig wirken (Insulinresistenz). Man spricht deshalb hier auch von einem relativen Insulinmangel. Durch Mehrproduktion von Insulin versucht der Körper dies zu kompensieren. Im weiteren Verlauf kommt es danach allerdings zu einer Erschöpfung der körpereigenen Insulinherstellung (absoluter Insulinmangel).

Ü

Überzuckerung

Siehe: Hyperglykämie

U

Unterzuckerung

Siehe: Hypoglykämie

Update

Aktualisierung einer Version eines Computerprogramms.

Urobilinogen

Abbauprodukt aus Bilirubin und somit Abbauprodukt des Blutfarbstoff. Das Vorkommen von Urobilinogen im Harn kann mit Hilfe von Teststreifen gemessen werden.

USB-Schnittstelle

USB ist die Abkürzung für "Universal Serial Bus" - Der USB-Port ist dazu da, externe Geräte an einen Computer anzuschließen. USB hat sich als Standard zum Anschließen externer Geräte etabliert.

V

Venöses Vollblut

Sauerstoffarmes Blut

Verzögerungsinsulin (Basalinsulin)

Länger wirkendes Insulin (die Wirkung setzt nach ca. 30-90 Minuten ein und hält 12-24 Stunden an).

visuell

Mit dem Auge sichtbar

vollautomatisch

Bei Insulinpens verwendete Technik. Auf einen Knopfdruck wird sowohl die Nadel in Haut gestochen, als auch die vorgewählte Dosis injiziert.

Vollblut

Blut mit allen seinen flüssigen (Blutplasma) und festen Bestandteilen (Blutzellen: Erythrozyten, Leukozyten, Thrombozyten).

vollblutkalibriert

Die Werte von vollblutkalibrierten Messgeräten werden direkt in Vollblut bestimmt und sind deshalb mit aus Labormethoden gewonnen Werten (z. B. Hemocue) vergleichbar. Die Art der Vollblutprobe (venöses Blut oder kapilläres Blut) muss dabei identisch sein.

Volumen (von Insulinspritzen)

Gibt die maximal verabreichbare Menge an (z.B. 0,5 ml x U100 = 50 Einheiten).

W

WHO

World Health Organisation = Weltgesundheitsorganisation

Z

Zuckerkrankheit

Im Volksmund gebräuchliche Bezeichnung für Diabetes mellitus (siehe: Diabetes mellitus).