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Was wissen Sie über Ernährung?

24. August 2015 | Gesund leben

GESUNDE ERNÄHRUNG IST WICHTIG!

Ernährung hat einen wichtigen Einfluss auf unsere Gesundheit. Sie kann unser Gewicht, die Fitness, das Immunsystem und selbst unsere Psyche mitbeeinflussen. Für Menschen mit Diabetes ist sie zudem eine wichtige Säule des gut eingestellten Stoffwechsels, neben Medikation mit Tabletten und/oder Insulin sowie Bewegung.

Wie aber sieht die richtige Ernährung aus?

Menschen mit Diabetes sollen sich im Allgemeinen genauso gesund und ausgewogen ernähren, wie es allen Menschen empfohlen wird. Dabei wird wohl um Weniges so viel gestritten, wie um das richtige, ausgewogene Maß.
Wichtig ist: Essen Sie abwechslungsreich. Essen soll und muss lecker sein und Freude bereiten. Aber essen Sie in Maßen. 
Eine Hauptmahlzeit morgens, mittags und abends. Je nach persönlichem Bedarf und der medikamentösen Therapie können auch Zwischenmahlzeiten angebracht sein. Achten Sie auf frische, natürliche Zutaten. Leckeres Obst, Gemüse oder Salat bereichern jeden Speiseplan und sind wichtige Nährstofflieferanten. Denn neben Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen benötigt der Körper auch Ballaststoffe, Vitamine, Mineralien und Spurenelemente.
Es darf auch etwas Fett sein und muss sogar, denn Fett ist z. B. für den Transport einiger Vitamine notwendig. Dabei sollte man darauf achten weniger tierische und dafür mehr pflanzliche Fette zu verwenden. 

Mit einer abwechslungsreichen Ernährung erhält Ihr Körper alles Notwendige fast wie von selbst.

Ausnahmezustand Übergewicht

Wer ein paar Pfunde zu viel hat, sollte versuchen sein Gewicht zu reduzieren. Dies kann bei bestehendem Diabetes helfen, den Stoffwechsel besser einzustellen. Bei Personen mit einer Vorstufe zum Diabetes kann es sogar teilweise den Ausbruch der Krankheit verhindern oder zumindest verzögern. Dies ist aber auch von anderen Faktoren abhängig.
Unabhängig vom Diabetes kann die Gewichtsabnahme die Gesundheit stärken und die Lebensqualität verbessern.

Und wie? Die Ernährungsempfehlungen sind die gleichen wie für Menschen mit Normalgewicht. Gesunde, ausgewogene Ernährung mit einfacher Portionsgröße. Dabei helfen Ballaststoffe, Salat und viel Gemüse. Diese füllen den Magen ohne hohe Kalorienzahl. Kommt dazu mehr Bewegung (keine Angst, es bedarf keines Leistungssportes) wird der Körper beim Fettabbau unterstützt.
Seien Sie nicht ungeduldig, denn jeder Körper hat sein eigenes Tempo.

Wissen Sie was drin ist!

Jeder sollte wissen, was im Essen steckt. Das gilt nicht nur für Menschen, die sich Insulin spritzen, damit sie Über- und Unterzuckerungen vermeiden lernen. Auch um sich ausgewogen zu ernähren, ist dieses Wissen von Nöten. Das haben Sie alles schon oft gehört?

TESTEN SIE IHR WISSEN RUND UM ERNÄHRUNG!

Quizzen Sie sich schlau.

1. Der Körper benötigt pro Tag mindestens 2 Liter Flüssigkeit. Dabei sind Mineralwasser und ungesüßte Tees zu bevorzugen. Welches Getränk erhöht den Blutzuckerspiegel am Meisten?

a) 1 Tasse Milchkaffee
b) 1 Glas Eistee Zitrone aus dem Tetrapack (0,2 l)
c) 1 Glas Tomatensaft (0,2 l)

2. Komplexe Kohlenhydrate, z. B. in Vollkornprodukten, sind wichtige Energiespender. Sie gehen langsamer ins Blut, da sie vorher gespalten werden müssen. Welches Vollkornprodukt enthält die meisten Kohlenhydrate?

a) 50 g Vollkornnudeln (roh)
b) 50 g Vollkornreis (roh)
c) 50 g kernige (Vollkorn-)Haferflocken

3. Welches Nahrungsmittel erhöht den Blutzucker am schnellsten?

a) Ananassaft
b) Schokoladenaufstrich
c) Knäckebrot

4. Nur maximal 35 % unserer täglichen Energiezufuhr sollte Fett sein. Welches Lebensmittel enthält am wenigsten Fett?

a) 100 g Fleischsalat
b) 1 Stück Zuckerkuchen (70 g)
c) 1 Kugel Fruchteis (75 g)

5. Fett erfüllt im Körper verschiedene Aufgaben. Besonders wichtig sind die mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Omega-3-Fettsäuren werden vom Körper nicht selbst produziert. Welche Nahrungsmittel neben Fisch sind gute Lieferanten?

a) Rapsöl, Leinsamen und Paprika
b) Olivenöl, Avocado und Haselnüsse
c) Kokosfett, Chips und Plunderstück

6. Gemüse wird meist nicht bei der Insulinberechnung berücksichtigt. Welche Ausnahmen gibt es?

a) Grünkohl
b) Rhabarber
c) Hokaido-Kürbis

7. Ballaststoffe tragen zur Sättigung bei und können Blutzuckerspitzen nach Mahlzeiten vermindern. Welches Nahrungsmittel ist ein guter Ballaststofflieferant?

a) Salzstangen
b) Schwarzwurzeln
c) Vollkornbrot

8. Welche Nahrungsmittel haben gleich viele BE?

a) 100 g Himbeeren und 250 g Käsespätzle
b) ein gekochter Kartoffelkloß und eine Putenbrust
c) 250 g gekochte Maultaschen und 1 Liter Milch, 1,5%

9. Zu einer ausgewogenen Ernährung gehört auch die richtige Menge an Eiweißen. Empfohlen wird ein Eiweißanteil der Ernährung von 15-20%.
(Achtung: Bei Menschen mit Nierenschäden sind die Empfehlungen abweichend.) Was sind empfehlenswerte Eiweißlieferanten?


a) Erbsen und Zanderfilet
b) Zucchini und fetter Speck
c) Möhren und Pfifferlinge

gesunde Ernährung

DIE LÖSUNGEN:

Die meisten Kohlenhydrate stecken in: 1 Glas Eistee Zitrone (15 g KH); 1 Tasse Milchkaffee (3 g KH); 1 Glas Tomatensaft (6 g KH)

Die meisten Kohlenhydrate stecken in: Vollkornreis (37 g KH/50 g); Vollkornnudeln (32 g KH/50 g); kernige (Vollkorn-)Haferflocken (30 g KH/50 g)

Höchster glykämischer Index: Ananassaft (GI: 63); Schokoladenaufstrich (GI: 35); Knäckebrot (GI: 35)

Geringster Fettgehalt: 1 Kugel Fruchteis (1 g F); 100 g Fleischsalat (37 g F); 70 g Zuckerkuchen (10 g F)

Gute Lieferanten sind: Rapsöl, Leinsamen und Paprika. Olivenöl, Avocado und Haselnüsse enthalten vor allem die ebenfalls wichtigen einfach gesättigten Fettsäuren. Kokosfett, Chips und Plunderstück sollten möglichst wenig auf dem Speiseplan stehen. Bei der Produktion können trans-Fettsäuren entstehen, die bei höherem Anteil, nachteilig für die Gesundheit sind.

Großen Einfluss auf den Blutzucker hat der Kohlenhydratreiche Hokaido-Kürbis (13,6 g KH/100 g). Beim Rhabarber handelt es sich ebenfalls um Gemüse, welches den Blutzucker nur dann beeinflusst, wenn er als Kompott mit Zucker zubereitet wird. Grünkohl enthält kaum Kohlenhydrate, dafür viele Balaststoffe, Mineralien und Vitamine.

höchster Ballaststoffanteil: Schwarzwurzeln (17 g Ba/100 g roh); Salzstangen (0,7 g Ba/100 g); Vollkornbrot (9 g Ba/100 g)

Gleiche BE-Menge: 250 g gekochte schwäbische Maultaschen (5 BE) und 1 Liter Milch, 1,5% (5 BE); 100 g Himbeeren (0,5 BE) und 250 g Käsespätzle (4,5 BE); 1 gekochter Kartoffelkloß (2 BE) und 1 Putenbrust (0 BE)

Viel Eiweiß enthalten: Erbsen (13 g E/200 g) und Zanderfilet (29 g E/150 g); Möhren (2 g E/200 g), Pfifferlinge (3 g E/200 g); Zucchini (3 g E/200 g), fetter Speck (3 g E/100 g)

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