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Die rollende Diabetesberatungsstelle

26. Juni 2014 | Gesund leben

Bei der zentralen Veranstaltung zum Weltdiabetestag in Berlin im vergangenen November trafen sich mehr als 100 Teilnehmer, um für den guten Zweck zu laufen.

WeltdiabetestagDie Veranstaltung wurde von DiabetesDE organisiert. Ein wichtiges Ziel des Laufes war es, dass sich die an Diabetes erkrankten Teilnehmer selbst davon überzeugen konnten, dass schon 30 Minuten strammes Spazierengehen den Blutzucker signifikant senken kann. Dafür wurde bei jedem Teilnehmer vor und nach dem Lauf der Blutzucker gemessen.

Unter dem Motto „Jeder Schritt zählt" konnten alle Teilnehmer außerdem noch etwas Gutes für andere Betroffene tun, denn Mediq Direkt Diabetes spendete pro Teilnehmer 25,00 Euro.

Der erlaufene Betrag kam dem Projekt „Diabetesberatung auf Rädern" vom Landesverband NRW e. V. der Deutschen Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) zugute, einer Partnerorganisationen von DiabetesDE.

Unterwegs auf deutschen Straßen

Das Projekt „Diabetes-Beratung auf Rädern" klärt bundesweit über die Volkskrankheit „Diabetes" auf, besonders in strukturschwachen, ländlichen Regionen. Als Einsatzwagen dient das Diabetes-Info-Mobil, ein zur Diabetesberatungsstelle mit „Sofort-Diagnostik" umgebauter Klein­transporter.

Warum ist dies notwendig?

In einer Untersuchung aus der Region Augsburg (KORA – S 4/F 4 – Kohorten Studie) zeigte sich, dass in der Altersgruppe der 35 – 59 Jährigen nahezu auf jede Person mit bekanntem Diabetes mellitus eine Person mit noch nicht diagnostiziertem Diabetes kommt. Die „Dunkelziffer" der Personen mit noch unbekanntem aber trotzdem behandlungsbedürftigem Diabetes mellitus ist somit erschreckend hoch.

DiabetesberatungsstelleBesonders hoch ist die Dunkelziffer bei Menschen mit Migrationshintergrund, denn oft behindern kulturelle Besonderheiten oder mangelnde Sprachkenntnisse die Aufklärung. Einige Betroffene sind Analphabeten und können sich über ihre Erkrankung nicht ausreichend informieren oder werden aus Scham nicht aktiv. Die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) schätzt, dass etwa 600.000 Migranten in Deutschland an Diabetes leiden.

Auch in den ländlichen Regionen ist die Versorgung der Menschen mit Diabetes schlechter als in größeren Städten. Hier fehlt oft der Facharzt vor Ort, was gerade ältere Menschen, die wenig mobil sind, vor Probleme stellt. 

 

Diabetes tut nicht weh 

Gerade zu Beginn der Erkrankung merken die Betroffenen nicht, was sich in ihrem Körper abspielt. Das Alarmsystem Schmerz reagiert in diesem Fall nicht. Mögliche Symptome wie Müdigkeit, Abgeschlagenheit und vermehrter Durst werden oft anderen Ursachen zugeordnet. Besonders der Diabetes Typ-2 schleicht so auf leisen Sohlen heran. Bis er erkannt wird, können mehrere Jahre vergehen. Doch bleibt der hohe Blutzuckerspiegel lange unbehandelt, können schwerwiegende Schädigungen an Blutgefäßen und Nerven auftreten. Augen-, Nieren- und Herz-Kreislauferkrankungen können ebenso die Folge sein wie das diabetische Fußsyndrom und Nervenstörungen.

 

Wissen und Informationen ermöglichen ein aktives Leben

Unwissenheit in Sachen Diabetes mellitus kann (lebens)gefährlich werden. Nur wer Bescheid weiß, kann auch mit dieser Erkrankung gut und lange leben. An 20 Einsatztagen pro Jahr ist das Diabetes-Info-Mobil für das Projekt „Diabetesberatung auf Rädern" an verschiedenen Orten bundesweit unterwegs, um der Bevölkerung das Wissen über die Volkskrankheit Diabetes mellitus nahe zu bringen und um aufzuklären. Durch die Beantwortung von acht einfachen Fragen (FINDRISK - Fragebogen) kann jeder sein persönliches „Diabetes-Risiko" im Info-Mobil bestimmen lassen. So wird Früherkennung und Prävention bei Menschen ermöglicht, die durch herkömmliche Angebote nicht erreicht werden. Auch über Gesundheitsmöglichkeiten vor Ort wird informiert.

DiabetesberatungsstelleUm auch auf die besonderen Bedürfnisse der Gruppe der Migranten einzugehen, wird auf eine mehrsprachige und kultursensible Beratung Wert gelegt.

Für die erst einmal eingeplante zweijährige Förderperiode besteht ein Finanzierungsbedarf von ca. 47.000 €, um das Projekt durchzuführen und auszuwerten. Hierbei handelt es sich um Personalkosten für die Betreuung des Diabetes-Info-Mobils, um technische Kosten für die Geräte und Testmedien sowie um weitere Kosten für die Organisation von Nachtreffen, für die statistische Auswertung und die Nachbereitung der Ergebnisse.

Weitere Informationen und einen kurzen Film über das Projekt finden Sie auf der Internetseite von DiabetesDe.

Möchten auch Sie mithelfen, dass das Diabetes-Info-Mobil weiterhin auf den Straßen von Deutschland unterwegs ist, dann spenden Sie an:

DiabetesDE - Deutsche Diabetes-Hilfe

Stichwort:
Diabetesberatung auf Rädern

Spendenkonto 60 60
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BLZ 100 205 00
IBAN: DE59 1002 0500 0001 1888 00
BIC: BFSWDE33DER

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