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Ohne Hungern zum Wohlfühlgewicht

3. Juni 2014 | Gesund leben

Abnehmen gilt letztlich als die beste Behandlungsmethode des Typ-2-Diabetes. Jedes Kilo weniger an Körpergewicht kann dabei helfen, die gestörte Stoffwechsellage zu verbessern, den Medikamentenbedarf zu reduzieren oder sogar ganz loszuwerden. 

Aufgrund der besonderen Stoffwechselsituation ist es allerdings gerade bei Typ-2-Diabetes schwieriger, das Gewicht zu reduzieren. Insulin wird von den Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse produziert. Es transportiert Zucker aus dem Blut in die Körperzellen und senkt so den Blutzuckerspiegel. Bei Typ-2-Diabetes wirkt das Insulin schlechter. Der Körper versucht, die Blutzuckerwerte so lange wie möglich im Normalbereich zu halten, indem er die Insulinproduktion weiter erhöht. Insulin senkt jedoch nicht nur den Blutzucker, sondern fördert auch den Fettaufbau. 

Trotzdem ist das Übergewicht kein unabänderliches Schicksal. Mit bewusster Ernährung und ausreichender Bewegung kann die Wirksamkeit des Insulins verbessert werden.

Was ist aber nun die richtige Abnehmstrategie?

Diäten gibt es wie Sand am Meer, sie sind oft sehr einseitig, machen nicht satt und sind in ihren Versprechungen nicht realistisch. Die meisten, die eine Crash Diät hinter sich haben, kennen das Ergebnis: Nach kurzfristigem Anfangserfolg ist das Gewicht höher als zu Beginn. Grund für diesen berüchtigten Jojo Effekt ist das Bestreben des Körpers, seine Fettreserven für schlechte Zeiten zu verteidigen. Bekommt er zu wenig Energie, senkt er den Verbrauch. Nach Rückkehr der alten Essgewohnheiten klettert so das Gewicht immer höher. 

Wer also erfolgreich und nachhaltig abnehmen will, muss essen! Das klingt zunächst paradox, aber mit der richtigen Auswahl kann man den Körper optimal versorgen, satt werden und trotzdem dabei abnehmen. Wichtig ist, dass die individuellen Ziele nicht zu hoch geschraubt werden, langsames Abnehmen mit einer langfristigen, alltagstauglichen Ernährungsumstellung ist die richtige Strategie. Nicht mehr als 1 Pfund, also ein halbes Kilogramm, pro Woche ist das richtige Tempo. Dabei reicht es aus 500 kcal vom tatsächlichen Bedarf einzusparen.

Grundlage ist eine ausgewogene und abwechslungsreiche Mischkost, die letztlich allen empfohlen wird: Viel Salat und Gemüse, reichlich Vollkornprodukte, weniger tierische Fette, dafür mehr gesunde Pflanzenöle auf den Tisch. Es ist sicherlich sehr schwer, zu viel auf einmal umzustellen. Deshalb verzagen Sie nicht, denn auch kleine Verhaltensänderungen haben langfristig eine große Wirkung. Mehr Gemüse in den Alltag einbauen, die Salami durch Kochschinken ersetzen, die Butter dünner aufs Brot schmieren oder das Croissant durch ein Vollkornbrötchen ersetzen … Wichtig ist, seinen persönlichen Spielraum zu finden, den Lebensstil so umzustellen, dass er nach einiger Zeit zur guten Gewohnheit wird.

Dazu gehört auch die Bewegung. Sie verbraucht nicht nur Energie, sondern steigert auch die Insulinempfindlichkeit der Körperzellen. Die verbesserte Wirkung des Insulins unterstützt das Abnehmen. Ein positiver Effekt der Gewichtsreduktion ist, dass oft die Medikamente reduziert werden können. Hier besteht jedoch Unterzuckerungsgefahr, besonders für die, die auf Insulin angewiesen sind. Es ist daher wichtig, für eine Dosisanpassung den behandelnden Arzt zu konsultieren.

Gemeinsam fällt das Abnehmen oft leichter. In Abnehmkursen werden unter Anleitung alte Essgewohnheiten reflektiert und gesundes Ernährungsverhalten trainiert.

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