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Nur zum Bierbrauen viel zu schade

24. Mai 2016 | Gesund leben

AUCH DIABETOLOGEN ENTDECKEN JETZT DEN NUTZEN VON BETA-GLUCAN-GERSTE

Nur zum Bierbrauen viel zu schade

Manchmal gibt es im Leben so kleine Quantensprünge. Da müssen sich nur die richtigen Menschen zum richtigen Zeitpunkt treffen. So geschehen vor einem Jahr als der Mindener Diabetologe Dr. Meinolf Behrens während eines Kongresses auf Oecotrophologin Karin Dieckmann von der Saatzucht Dieckmann traf. So unterschiedlich die Lebenswege der beiden bis dahin auch verlaufen waren, dort wo sie sich kreuzten, ist nun etwas Neues entstanden.

Karin Dieckmanns Geschichte ist eindeutig die längere von beiden. Sie begann vor etwa 25 Jahren. Damals erwachte ihr Interesse an der Zucht eines Getreides, nämlich einer speziellen Gerste, die in Asien nicht nur als Futtermittel für das Vieh, wie bei uns üblich, sondern vor allem zum menschlichen Verzehr genutzt wird. Mit einer Handvoll Saatkörner begann das Experiment. Würde die asiatische Gerste auch hier gedeihen? „Das tat sie natürlich erstmal nicht“, erklärt Dieckmann. „Unter den für sie ungewohnten Klima- und Bodenbedingungen tat sich das aus Asien stammende Getreide schwer.“ 15 Jahre Auslesezüchtung waren notwendig, um die Pflanzen an hiesige Bedingungen anzupassen. Dann konnten die ersten Parzellen im Zuchtgarten angelegt werden. Gleichzeitig leitete der Saatzuchtbetrieb die ersten Schritte auf dem steinigen Weg zum Anerkennungsverfahren beim Bundessortenamt ein, von dem es mittlerweile grünes Licht gegeben hat.

Bis zur Marktreife der neuen Produkte vergingen weitere vier Jahre. Neben dem klassischen Schälen der Speisegerste entwickelte Dieckmann gemeinsam mit einem Mühlenunternehmen ein Vorgarverfahren, bei dem die wertvollen Inhaltsstoffe geschützt werden. Und die spätere Garzeit verkürzt sich durch diese Vorverarbeitung auf alltagsfreundliche 20 Minuten.

Was die Züchterin aus dem Schaumburger Land all die Jahre bei der Stange hielt, war ihre Überzeugung, mit diesem
Getreide ein ganz besonders wertvolles Nahrungsmittel gefunden zu haben. Laboruntersuchungen hatten nämlich neben einem für Getreide hohen Eiweißgehalt einen Inhaltsstoff in bedeutender Menge ausgemacht, de heute viele gesundheitsfördernde Eigenschaften zugesprochen werden: das Beta-Glucan.

Diese ganze Entwicklung ist vermutlich der Doppelqualifizierung Dieckmanns als Ernährungswissenschaftlerin und Mitarbeiterin in der Saatzucht zu verdanken. Sie blieb nicht bei der schlichten Veredlung zu einer neuen Getreidesorte stehen, sondern machte sich auch Gedanken, wie man den Menschen den Zugang zum gesunden Korn erleichtern könnte. Am Ende dieses Prozesses ist ein Produkt entstanden, die Beta-Glucan-Gerste, welches man heute entweder in Flockenform oder als ganzes Getreidekorn in den Reis- und Müsli-Regalen erster heimischer Supermärkte finden kann. Zugleich wächst die Anzahl von Bäckereien, die die Beta-Glucan-Gerste zum Brotbacken verwenden. Dieses Angebot in Form des Grundnahrungsmittels Brot macht es den Verbrauchern natürlich ganz besonders leicht, sich täglich ausreichend mit Beta-Glucan zu versorgen.

Die Geschichte von Dr. Behrens ist etwas schneller erzählt. Er gehört zu den Gründern der ersten diabetologischen Schwerpunktpraxis im Mindener Raum, die seit 2002 besteht. Als Facharzt für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Diabetologie, Sport- und Ernährungsmedizin ist er ständig auf der Suche nach neuen Erkenntnissen und Wegen, die seinen Patienten hilfreich werden könnten.

Seine persönliche Leidenschaft liegt in der Förderung von Bewegung. „Sie kennen ja sicher das Bild der Ernährungspyramide, das man für die Veranschaulichung gesunder Ernährung gern verwendet. Für unsere Beratungsarbeit nutzen wir eine besondere Variante. Dort finden Sie ganz unten, also als wichtigste Grundlage für Gesundheit, den Bereich ‚Bewegung’. 3.000 Schritte oder 30 Minuten Bewegung zusätzlich, so lautet die Empfehlung an unsere Patienten. Und an der Spitze der Pyramide steht bei uns eine durchgestrichene Zigarette“, erklärt der Fachmediziner. Denn Rauchen sei für Diabetiker mit ihren häufig auftretenden Durchblutungsstörungen sowieso völlig tabu.

Was den Rest der Ernährungspyramide anginge, entspreche sie den gängigen Modellen. „Man tut sich in Fachkreisen schwer, eine spezielle Empfehlung für Diabetiker zu entwickeln“, berichtet Dr. Behrens. „Ein Satz aus der nationalen Versorgungsleitlinie Therapie des Typ-2-Diabetes deutet doch auf eine gewisse Ratlosigkeit hin. ‚Die Entscheidung über die Wahl der Kostform sollte individuell getroffen werden, da keine ausreichenden Studiendaten für eine Empfehlung vorliegen’, heißt es in diesem Papier.“

Doch ganz so unwissend, wie man an dieser Stelle befürchten könnte, ist die Ärzteschaft natürlich nicht. „Gewichtsreduktion, Entfettung der Leber und das Durchbrechen der Insulinresistenz sind die drei großen Ziele bei der Behandlung. Und eine Neuorientierung hinsichtlich der Ernährung ist hier oft das A und O“, erklärt der Facharzt.

Es habe immer schon diätetische Therapien gegeben, deren Wirksamkeit unbestritten sei. „Vor hundert Jahren machte man beispielsweise Haferkuren (nach Carl von Noorden) mit den Patienten. Regelmäßig immer mal wieder drei Tage ein zu legen, an denen man nur Hafer zu sich nahm, hat sich damals bewährt.“, führt Behrens aus. „Warum das so war, wusste man noch nicht. Spätere Untersuchungen zeigten: es liegt zum einen an der Kalorienarmut der Diät und zum anderen an einem speziellen löslichen Ballaststoff, dem Beta-Glucan, das im Hafer enthalten ist.“

Aus Erfahrung weiß er, dass moderne Patienten so einer rustikalen Haferkur heute nicht mehr besonders aufgeschlossen gegenüber stehen. Doch der Markt habe sich auf die aktuellen Bedürfnisse eingestellt und biete jetzt beta-glucan- und eiweißreiche, kalorienarme Formulaprodukte (Produkte, die mit Flüssigkeit angemengt werden und ganze Mahlzeiten ersetzen) zur Leberentfettung an.
Durch Kuren mit diesen Produkten würden auch sehr gute Ergebnisse erzielt. (Ein weiterer positiver Nebeneffekt bei dieser Ernährung sei übrigens die Senkung des Cholesterinspiegels). „In unseren Beratungsgesprächen stellen wir immer wieder fest, dass es den Patienten zwar recht leicht fällt, sich für einen überschaubaren Zeitraum auf Verzicht und Disziplin im Bereich der Ernährung einzustellen, dass es für sie jedoch schwierig ist, langfristige Veränderungen bei ihrem Essverhalten herbeizuführen.“

An dieser Stelle kommt für den Diabetologen die schicksalhafte Begegnung mit Karin Dieckmann ins Spiel. „Ein Grundnahrungsmittel entdeckt zu haben, das von Natur aus reich an Beta-Glucan, vergleichsweise kohlenhydratarm, bekömmlich und dazu lecker ist, das ist für mich natürlich eine besondere Freude“, so Dr. Behrens dankbar.

Man sei, was die empfohlenen Mengen angehe, noch in der Erprobungsphase. Derzeit rate man den Patienten zu einer Einstiegskur mit einer auf 900 kcal beschränkten Kost und einer täglichen Zufuhr von 130 g Speisegerste, was der Aufnahme von 6 g Beta-Glucan entspreche. Danach würde den Patienten eine längere Phase mit 1.500 kcal und etwa 110 g Beta-Glucan-Gerste (5 g Beta-Glucan) empfohlen. Im Ernährungsalltag jenseits aller Diätensollten dann weiterhin mit 70 g Gerstenflocken oder Kernen ca. 3 g Beta- Glucan Bestandteil der täglichen Nahrung sein.
Dass das ganz leicht fiele, versichert Karin Dieckmann. „Man kann die Gerstoni Fitness-Flocken morgens als Müsli essen, mit den Gerstenkörnern wie mit Reis oder Couscous abwechslungsreiche Mittagsgerichte und Salate herstellen oder einfach Brote aus Gerste vom Bäcker in den persönlichen Speiseplan mit aufnehmen.“

Zur Tauglichkeit im Alltag hat auch Dr. Behrens noch etwas anzumerken: „Das Positive bei der verstärkten Zufuhr von Beta-Glucan ist, dass die Patienten schnell eine deutliche Verbesserung im Wohlbefinden verspüren. Das stärkt Motivation und Durchhaltekraft, aber auch das Selbstbewusstsein unserer Patienten. Sie erfahren, ‚Ich kann selbst etwas wirklich Hilfreiches für meine Gesundheit tun’. Selbstwirksamkeit lautet dann auch der psychologische Begriff für diesen wunderbaren Mechanismus.“

Ein Blick in neueste Forschungsreihen, die sich mit gesunder Ernährung, Neigung zu Übergewicht, Veranlagung zu Stoffwechsel- und Autoimmunerkrankungen und ähnlichem befassten, würden ihn bescheiden machen, meint Dr. Behrens. Da sei so viel in Bewegung, und vermutlich würde man in ein paar Jahren über den heutigen Wissensstand lächeln. „Heute wird die Komplexität dieses Gebietes langsam sichtbar. Hirnforscher, Verhaltensforscher, Experten für Darmflora, Psychologen und Forscher, die Umwelteinflüsse untersuchen, sind mit den Themen Ernährung und Gesundheit beschäftigt.“ Doch dass dem Beta-Glucan weiterhin eine wichtige Rolle zukommen wird, davon ist der Mediziner überzeugt. „Gerade mit seinem zusätzlichen positiven Einfluss auf die Darmflora, hat dieser Stoff ein überaus zukunftsträchtiges Profil“, so die Einschätzung des Fachmannes.

Dass die Beta-Glucan-Gerste auch von Feinschmeckern geschätzt wird und jedem gut tut, versteht sich von selbst. Umso erfreulicher, dass es für Menschen, die sich um gesunde Ernährung Gedanken machen, schon viele Möglichkeiten gibt, das neue Getreide zu erstehen. Wer bei seinem Bäcker um die Ecke kein Gerstenbrot findet oder im heimischen Supermarkt nicht fündig wird, kann die Beta-Glucan-Gerstenprodukte unter www.gerstoni.de/ online bestellen.

Wir haben für Sie eine kleine Auswahl an leckeren Gerste-Rezepten zusammengestellt. Viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!


Text: Claudia Masthoff, freie Journalistin

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