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Typ-1-Diabetes

Der Typ-1-Diabetes beruht auf einem Mangel an Insulin, hervorgerufen durch Zerstörung der insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, infolge einer Fehlsteuerung der körpereigenen Abwehr (Immunsystem).

In der Regel sind jüngere Menschen davon betroffen. Am höchsten ist die Neuerkrankungsrate bei Kindern zwischen 10 und 15 Jahren. Deshalb wurde der Typ-1-Diabetes früher auch als „jugendlicher oder juveniler Diabetes“ bezeichnet. Doch auch ältere Erwachsene können daran noch erkranken.

Als Ursache der Fehlsteuerung des Immunsystems beim Typ-1-Diabetes werden, neben genetischen, verschiedene äußere Faktoren (z. B. bestimmte Virusinfektionen oder auch Umwelteinflüsse) vermutet.

In einer Autoimmunreaktion richtet sich das Immunsystem gegen die eigenen insulinproduzierenden Zellen (Beta-Zellen) in der Bauchspeicheldrüse, die dadurch zerstört werden. Dies führt zum absoluten Insulinmangel, so dass dem Körper Insulin von außen zugeführt werden muss.


Erst wenn 80 % der Beta-Zellen bereits zerstört sind, treten erste Anzeichen (Symptome) auf. Die weitere Zerstörung ist momentan noch nicht aufzuhalten. Rund 800.000 Menschen mit Typ-1-Diabetes gibt es schätzungsweise in Deutschland.

Der Typ-1-Diabetes macht sich meist durch plötzlich einsetzende Symptome bemerkbar: starken Durst (Polydipsie), häufigen Harndrang (Polyurie), massiven Gewichtsverlust und eine Übersäuerung des Blutes (Ketoazidose).

Bei dieser Diabetes-Form muss von Anfang an Insulin gespritzt werden, da die Bauchspeicheldrüse nur noch wenig bis kein Insulin mehr produziert.

Honeymoon-Phase (Remissionsphase)

Nach der Diabetes-Diagnose und dem Therapiebeginn mit Insulin kommt es bei manchen Patienten zu einer vorübergehenden Regeneration der körpereigenen Insulinproduktion.

Dieser Zustand (Honeymoon-Phase), bei dem die Insulinzufuhr reduziert werden kann, hält in der Regel nur einige Wochen bis Monate an. Oft stellt danach der Organismus die körpereigene Insulinproduktion völlig ein und der Insulinbedarf steigt wieder.