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Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Jährlich erkranken ca. 2.100 bis 2.300 Kinder und Jugendliche in Deutschland an Typ-1-Diabetes. Insgesamt sind ca. 15.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 14 Jahren und jünger von dieser Krankheit in Deutschland betroff en, Tendenz steigend. Die Zahl der Betroffenen unter 20 Jahren liegt sogar bei ca. 25.000, so der Deutsche Gesundheitsbericht Diabetes 2013 von diabetesDE. Aufgrund der heutigen Lebensgewohnheiten, Bewegungsmangel, ungesunder Ernährung und der damit verbundenen steigenden Zahl an übergewichtigen Kindern und Jugendlichen, kommen dazu auch zunehmend mehr Kinder und Jugendliche mit Typ-2-Diabetes.

Die ambulante Langzeitbetreuung von Kindern und Jugendlichen mit Diabetes mellitus Typ-1 muss für jeden Betroffenen individuell abgestimmt auf die persönlichen Lebensumstände sowie auf den Krankheitsverlauf und in enger Kooperation mit der Familie erfolgen. Diese banal klingende Feststellung versuchen viele Schwerpunktpraxen in der täglichen Arbeit mit den anvertrauten ungen Patienten mit Leben zu füllen. In den unterschiedlichen Altersklassen müssen sich die Familien und das erkrankte Kind immer neuen Herausforderungen der Krankheit stellen. Exemplarisch erwähnt seien hier nur Begleit- oder Folge-Erkrankungen, welche bei der Therapie berücksichtigt werden müssen. Z. B. hormonelle Einfl üsse wie Wachstum und Pubertät, Integrieren der Erfordernisse der Therapie in den wechselnden Schulalltag sowie Antragstellungen bei Behörden.

Gegenwärtig wird bundesweit nach Wegen und Methoden gesucht, den Jugendlichen den Übergang (=Transition) von der Kinder- und Jugendmedizin in die Erwachsenenmedizin zu erleichtern. Der Wechsel von der kinderärztlichen spezialisierten Betreuung zur Schwerpunktpraxis für Erwachsene stellt für einige

Patienten mit besonderem Versorgungsbedarf eine besonders kritische Phase dar. Vielen Jugendlichen gelingt es nicht, den kontinuierlichen Übergang in die Erwachsenenmedizin eigenverantwortlich zu organisieren. Der Kontakt zur notwendigen Spezialbetreuung geht für unbestimmte Zeit verloren und eine

Wiedervorstellung in den fachlich qualifizierten Einrichtungen der Erwachsenenmedizin erfolgt erst, nachdem – möglicherweise vermeidbare - Komplikationen eingetreten sind.

(Frau Dr. Gisela Weigt, Fachärztin für Kinder und Jugendmedizin, Rostock)

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Wie empfinden Eltern betroffener Kinder oder wie meistern betroffene Kinder ihren Alltag? Lesen Sie hier einige Erfahrungsberichte: