Kürbis: Groß, orange und lecker

Jedes Jahr im Herbst ist es soweit – wo man hinschaut: Kürbisse. Kürbisse gibt es in vielen Variationen, vom Mini-Zierkübis bis zu mehreren hundert Kilo schweren Riesen. Weltweit werden heute etwa 100 Kürbisgattungen mit rund 850 Arten beschrieben. Das wichtigste Unterscheidungskriterium ist dabei die Nutzung: so eignet sich der Speisekürbis für die Verwendung in der Küche, aus den stark ölhaltigen Samen des Ölkürbisses wird ein hochwertiges Öl, das Kürbiskernöl, gewonnen und der Zierkürbis dient ausschließlich der Zierde und Dekoration, denn sein Fleisch ist reich an dem giftigen Bitterstoff Cucurbitacin und daher nicht zum Verzehr geeignet!

Der Kürbis ist eine der ältesten Kulturpflanzen der Erde, die ältesten Funde von Kürbissamen lassen sich auf die Zeit um 10.000 vor Christus datieren. Seit der Antike wurde er nicht nur als Lebensmittel, sondern auch als naturheilkundliches Mittel gerne eingesetzt, vor allem bei Leber-, Nieren- und Blasenproblemen. Die enthaltenen Mineralstoffe, Vitamine und Ballaststoffe machen aus dem Kürbis ein Superfood, das sich viel öfter auf dem Speiseplan befinden müsste.

Doch wie kommt man am besten an das Fruchtfleisch?

Selbst das schärfste Küchenmesser scheint bei einigen Sorten machtlos. Am besten den unbearbeiteten Kürbis für 30 – 40 Minuten bei 150° in den Backofen schieben, abkühlen lassen und dann nach Belieben schneiden und bearbeiten. Für Kürbisse, die sich halbieren lassen, kann man diese Methode etwas abwandeln. Dafür die Hälften von den Kernen befreien und dann mit der offenen Seite nach oben für ca. 20 – 30 Minuten bei 120 – 150° in den Ofen geben. Wenn die Ränder langsam dunkel werden ist der Kürbis weich genug. Jetzt lässt sich die Schale

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leicht abziehen und das Fleisch mühelos in Stücke schneiden. Bei großen Kürbissen hat sich die Methode „Fallen lassen aus einem Meter Höhe“ bewährt. Der dabei entstandene Riss erleichtert die Weiterverarbeitung. Anders als bei den meisten Sorten, kann die Schale vom Hokaido, der beliebtesten Kürbissorte, mit verzehrt werden. Wer also aufs Schälen verzichten möchte, sollte diesen leckeren Vertreter der Winterkürbisse auswählen.

Ob gekocht, gebacken, süß oder herzhaft, Kürbis kann man so gut wie überall verwenden. Wie wäre es mit einer ungewöhnlichen Apfel-Kürbis-Marmelade auf dem frischen Frühstücksbrötchen? Oder statt Pommes und Pizza Mal Kürbis-Wedges und Kürbis-Quiche? Kräftiger und wärmender Kürbis-Eintopf statt einer faden Kürbissuppe?

Kürbisschnitzen leicht gemacht

Mittlerweile hat sich auch bei uns der Brauch verbreitet zu Halloween Kürbisse zu schnitzen und mit Zierkürbissen zu dekorieren. Trotz der robusten Schale ist das Schnitzen gar nicht Mal so schwer, wenn man ein paar Tricks kennt.

Der richtige Kürbis
Besonders geeignet sind große Kürbisse, da sich dort Fruchtfleisch leichter lösen lässt. Zudem sollte die Schale möglichst robust sein und somit für genug Stabilität sorgen. Auch ist es wichtig, dass der Kürbis einen festen Stand hat. Zu empfehlen sind beispielsweise die Sorten „Ghost Rider“, „Lumina“ und „Rocket“.

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Die Anfertigung

Zu Beginn wird der Kürbis gesäubert, um somit Erd- und Dreckreste zu entfernen.

Danach wird der Deckel gefertigt. Diesen kann man je nach Belieben rund oder auch gezackt formen. Auf jeden Fall ist es wichtig nicht gerade sondern leicht schräg in den Kürbis einzuschneiden, sonst fällt der Deckel später einfach rein. Wählt dazu am besten ein langes, scharfes Messer.

Im nächsten Schritt werden zuerst die Fasern und Kerne und danach das restliche Fruchtfleisch ent-fernt bis noch circa zwei Zentimeter Rand übrig bleiben. Dafür eignet sich ein großer Löffel oder auch ein Eisportionierer.

Nun folgt der spannende Prozess des Grimassenschnitzens. Beginnen sollte man damit, die Grimasse aufzumalen und dann erstmal vorsichtig einzuritzen. Dann wird ein möglichst schmales und gezacktes Messer dazu genommen die vorgezeichneten Formen auszuschneiden. Für Feinheiten kann man noch mit einem kleinen Schälmesser nacharbeiten.

Kleiner Tipp: Am Schluss am besten die Schnittflächen und das Innere mit Vaseline bestreichen, um den Kürbis länger haltbar zu machen.

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