Diabetes Hilfe für West-Afrika

Aber auch Menschen, bei denen Diabetes diagnostiziert wurde, werden oftmals nicht optimal behandelt. Zu wenige Kliniken in erreichbarer Nähe, Geldmangel oder ein Defizit an benötigten Medikamenten oder Zubehör sind die Hauptgründe. So ist die Sterblichkeitsrate für Diabetiker in Afrika zehnmal höher als z. B. in England. Bei Menschen mit Typ-1-Diabetes, die auf Insulin angewiesen sind, ist diese Rate noch höher.

Um diese Situation zu ändern, hat Georges Ezeani bereits 2007 den Verein „Diabetes Care West Africa“ gegründet. Ezeani (51) ist in Nigeria geboren, lebt jedoch seit Jahren in Mannheim. Der medizinisch technische Assistent investierte all seine Ersparnisse und setzt sich mit seinem Verein für die Förderung von Früherkennung und Aufklärung rund um das Thema Diabetes ein. Er veranstaltet kostenlose Screenings, gibt Koch-Workshops, Diabetes- Schulungen, und bietet Unterstützung für betroffene Kinder und Erwachsene in Westafrika an. Ziel ist die Verbesserung der medizinischen Grundversorgung und der Lebensqualität in den afrikanischen Dörfern und Städten.

„Als ich nach Deutschland kam, wusste ich recht wenig über Diabetes. Erst während meiner Arbeit am Forschungszentrum der Uni-Klinik Frankfurt am Main kam ich mit dem Thema in Berührung. Da wurde mir klar, dass viele Todesfälle in meinem Heimatland weniger mit Voodoo als mit den Folgen von Diabetes zu tun hatten. Ich wollte mein Wissen unbedingt mit den Menschen dort teilen und sie bestmöglich unterstützen“ so Ezeani.

Doch viel Unterstützung seitens der west-afrikanischen Regierungen gibt es nicht. Obwohl Ezeani und sein Verein beispielsweise die kostenlose Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal im Bereich Diabetes anbieten, gibt es nur wenig Nachfrage. Vielen Regierungen fehlt schlichtweg das Bewusstsein für diese Krankheit oder sie sind derzeit mit anderen Problemen beschäftigt. Deshalb ist Ezeani, inzwischen selbst ausgebildet zum Diabetesassistenten, für seine Arbeit auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Seine Vision ist es, möglichst viele Menschen mit seinen Früherkennungsmaßnahmen zu erreichen und ein „mobiles Diabetes- Labor“ ins Leben zu rufen.

„Als ich nach Deutschland kam, wusste ich recht wenig über Diabetes. Erst während meiner Arbeit am Forschungszentrum der Uni-Klinik Frankfurt am Main kam ich mit dem Thema in Berührung. Da wurde mir klar, dass viele Todesfälle in meinem Heimatland weniger mit Voodoo als mit den Folgen von Diabetes zu tun hatten. Ich wollte mein Wissen unbedingt mit den Menschen dort teilen und sie bestmöglich unterstützen“ so Ezeani.

Doch viel Unterstützung seitens der west-afrikanischen Regierungen gibt es nicht. Obwohl Ezeani und sein Verein beispielsweise die kostenlose Aus- und Weiterbildung von medizinischem Personal im Bereich Diabetes anbieten, gibt es nur wenig Nachfrage. Vielen Regierungen fehlt schlichtweg das Bewusstsein für diese Krankheit oder sie sind derzeit mit anderen Problemen beschäftigt. Deshalb ist Ezeani, inzwischen selbst ausgebildet zum Diabetesassistenten, für seine Arbeit auf Sach- und Geldspenden angewiesen. Seine Vision ist es, möglichst viele Menschen mit seinen Früherkennungsmaßnahmen zu erreichen und ein „mobiles Diabetes- Labor“ ins Leben zu rufen.

Für sein jahrelanges Engagement wurde Ezeani im letzten Herbst mit dem Thomas-Fuchsberger Preis geehrt. Dieser wird jährlich in Gedenken an den vor fünf Jahren verstorbenen Sohn von Fernsehlegende „Blacky“ Fuchsberger verliehen. Der an Typ-1 erkrankte Thomas Fuchsberger war im Alter von 53 Jahren durch eine Unterzuckerung in einen Bach bei München gestürzt und auf tragische Weise ertrunken. Der Preis wird jährlich an eine ehrenamtlich tätige Person verliehen, die sich für die Aufklärung und die praktische Hilfe im Umgang mit der Krankheit einsetzt. Eine unabhängige Jury aus Ärzten, Wissenschaftlern, Diabetesberatern und Betroffenen wählt den Preisträger. Jurypräsident ist Prof. Dr. Hellmut Mehnert, jahrelang behandelnder Arzt von Thomas Fuchsberger. Joachim Fuchsberger hat bis 2013 selbst den Preis überreicht, seitdem sind seine Enkel Jennifer und Julien in seine Fußstapfen getreten.

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